Fußball WM
Blatter rechnet mit der "besten WM aller Zeiten"

Den puren Optimismus strahlt Fifa-Präsident Joseph S. Blatter nach seiner zweitägigen Stippvisite im WM-Gastgeberland Südafrika aus. 2010 soll nach Worten des Schweizers "die beste WM aller Zeiten" werden.

Das nennt man Optimismus: Fifa-Präsident Joseph S. Blatter ist der festen Überzeugung, dass Südafrika 2010 die beste Weltmeisterschaft aller Zeiten veranstalten wird. "Die Vorbereitung ist definitiv auf Kurs. Die Begeisterung in Südafrika ist großartig. Ich bin mir absolut sicher, dass wir alle gemeinsam die beste WM aller Zeiten auf die Beine stellen werden, gerade weil sie in Afrika stattfindet", erklärte der Schweizer Chef des Weltverbandes zum Abschluss seines zweitägigen Besuches im WM-Gastgeberland.

Blatter traf im Verlaufe seiner Stippvisite auch mit dem südafrikanischen Staatspräsidenten Thabo Mbeki und dessen Stellvertreterin Phumzile Mlambo-Ngcuka zusammen. "Ich danke der südafrikanischen Regierung von ganzem Herzen für die vorbildliche Unterstützung, ohne die eine erfolgreiche Weltmeisterschaft undenkbar ist", äußerte Blatter. Außerdem fanden Gespräche mit dem Bürgermeister von Johannesburg, Amos Masondo, dem Ministerpräsidenten der Provinz Westkap, Ebrahim Rasool, und der Bürgermeisterin von Kapstadt, Helen Zille, statt.

"Ich bin ein glücklicher Mann"

"Ich bin ein glücklicher Mann", meinte Blatter, der sich immer für die erstmalige Austragung einer WM-Endrunde auf dem afrikanischen Kontinent stark gemacht hatte, auf seiner Tour. Im Kampf um die WM 2006 hatte die Kap-Republik noch denkbar knapp mit 11:12 gegen Deutschland bei der Entscheidung der Fifa-Exekutive in Zürich im Juli 2000 den Kürzeren gezogen.

Am Kap der Guten Hoffnung machte sich der 71-jährige Blatter selbst ein Bild von den Fortschritten bei den Stadionbauten für 2010, nachdem er noch vor wenigen Monaten erklärte, notfalls werde er selbst mit Schaufel und Spitzhacke anrücken, damit die Bauten rechzeitig zur WM-Endrunde 2010 fertig werden. Dies sei nicht mehr nötig, so Blatter.

Viel Druck aufgebaut

Allerdings hatte der listige Walliser zuvor alle Register gezogen, um Druck auf die Südafrikaner auszuüben. Zu viele "Baustellen" - Infrastruktur, Hotels, Transfer, Sicherheit etc. - hatte es gegeben. Um den Verantwortlichen in Südafrika den Ernst der Lage vor Augen zu führen, hatte Blatter immer wieder Ersatzausrichter ins Spiel gebracht. Darunter auch Deutschland als erfolgreicher WM-Gastgeber 2006.

Die Reaktion in Südafrika folgte prompt: Noch im Vorfeld des Fifa-Kongresses Ende Mai wurde eine mit einigen Ministern besetzte hochrangige Delegation zum Fifa-Sitz nach Zürich beordert, um den Chef des Weltverbandes zu besänftigen und die Ernsthaftigkeit der Anstrengungen in Südafrika zu unterstreichen.

Begleitet wurde Blatter nun bei seinem Trip vom Kameruner Issa Hayatou, den er zum neuen Chef der Fifa-WM-Organisationskommission in der Nachfolge von Lennart Johansson (Schweden) gemacht hatte. Außerdem war auch DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt, der offizielle Berater des Weltverbandes für das südafrikanische WM-OK, vor Ort.

Zentrale Rolle für Kapstadt

Zum Abschluss seiner Reise stattete der Fifa-Chef Kapstadt einen Besuch ab. "Ich wurde umfassend über den Stand der Dinge in Kapstadt informiert und bin mir sicher, dass alles rechtzeitig fertig sein wird. Kapstadt wird bei der Weltmeisterschaft Südafrika 2010 eine zentrale Rolle spielen, da nicht weniger als neun Spiele, darunter ein Halbfinale, hier stattfinden werden", meinte der Eidgenosse.

Bürgermeisterin Helen Zille ergänzte: "Kapstadt setzt alles daran, dass die WM 2010 zu einem überwältigenden Erfolg wird. Wir sind der erste Spielort, der sein Logo präsentiert hat. Der Bau des Green-Point-Stadions ist komplex, verläuft aber nach Plan."

Das Schlusswort sprach Danny Jordaan, der Geschäftsführer des südafrikanischen WM-OK's: "Die WM 2010 gibt unserem Land, dem Kontinent und dem afrikanischen Volk Hoffnung. Der Besuch des Fifa-Präsidenten und sein positives Fazit spornen uns noch weiter an."

© SID

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