Fußball WM
Brasilien auf der Jagd nach dem eigenen Rekord

Der fünfmalige Weltmeister Brasilien kann im letzten Gruppenspiel gegen Japan den eigenen Rekord knacken. 32 Minuten fehlen der "Selecao" um 459 Minuten in WM-Spielen ohne Gegentor zu sein.

32 Minuten ohne Gegentor im letzten Gruppenspiel am Donnerstag in Dortmund gegen Japan und die brasilianische Nationalmannschaft hat ihren eigenen Rekord von 1978 geknackt. Damals war die "Selecao" 458 Minuten ohne Gegentreffer geblieben, aktuell musste der brasilianische Torhüter Dida in WM-Spielen seit 427 Minuten nicht mehr hinter sich ins Netz greifen.

Zuletzt traf der Engländer Michael Owen beim 1:2 im Viertelfinale der Endrunde 2002 gegen Brasilien. Danach gewann die "Selecao" mit einem 1:0 im Halbfinale gegen die Türkei und einem 2:0 im Finale gegen Deutschland den Titel. In den Gruppenspielen der laufenden WM spielte das Team von Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira gegen Kroatien (1:0) und Australien (2:0) zu Null.

Das aktuelle Team mit Torhüter Dida als Rückhalt verließ seit Oktober 2005 (1:1 gegen Bolivien) schon sieben Mal den Platz ohne Gegentor. "Das beweist, dass wir trotz aller Kritik gute Arbeit abliefern", meinte Abwehr-Ass Lucio vom deutschen Doublesieger Bayern München. Mit einer Nullnummer gegen Japan ziehen Ronaldinho und Co. mit jener Abwehr gleich, die 1989 unter der Führung von Coach Sebastiao Lazaroni achtmal unüberwunden blieb.

Cafu jagt eigenen Rekord

Als Teil des Bollwerks jagt Außenverteidiger Cafu gegen Japan auch einem persönlichen Rekord nach. Gegen Australien lief der 36-Jährige zum 18. Mal in einem WM-Spiel auf und egalisierte die Bestmarke von Brasiliens bisherigen WM-Dauerläufern Carlos Dunga und Claudio Taffarel. Bei einem weiteren Einsatz würde er zum alleinigen Rekordhalter.

Ob der Kapitän gegen Japan überhaupt aufläuft, ließ Parreira noch offen. Der 63-Jährige schwankt zwischen den Alternativen, den gelb vorbelasteten (Cafu, Ronaldo, Emerson) Stars eine Pause zu gönnen oder der Stammformation weiter Spielpraxis zu ermöglichen. "Alle Optionen sind schon einstudiert", sagt der Weltmeister-Coach von 1994, der sich im Training am Dienstag nicht in die Karten blicken ließ.

Lässt Parreira die gleiche Elf wie gegen Kroatien und die Aussies beginnen, wäre es ein Unikum, denn seine Vorgänger hatten spätestens im dritten Spiel ihr WM-Team umgekrempelt. Eine Vorstellung, die Adriano nicht ganz passt. "Den anderen jetzt eine Chance zu geben, könnte die Sache für mich schwer machen", erklärte der Torjäger von Italiens Topklub Inter Mailand, der bei einem erneuten Tor der Reservisten Fred und Robinho seinen Stammplatz gefährdet sieht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%