Fußball WM
Brasilien folgt Deutschland ins WM-Finale

Die deutschen Frauen treffen im Endspiel um die Weltmeisterschaft in China am kommenden Sonntag auf Brasilien. Im zweiten Halbfinale setzten sich die Südamerikanerinnen gegen den Turnierfavoriten USA mit 4:0 durch.

Die Fußball-Frauen Brasiliens haben im Halbfinale der Weltmeisterschaft in China für eine Überraschung gesorgt und den Turnierfavoriten USA ausgeschaltet. Die Südamerikanerinnen zogen durch einen 4:0 (2:0)-Erfolg in Hangzhou ins Finale ein und treffen am kommenden Sonntag auf die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Titelverteidiger hatte sein Halbfinale am Mittwoch 3:0 gegen Norwegen gewonnen.

Damit erreichten die Brasilianerinnen erstmals ein WM-Endspiel und feierten zudem eine gelungene Revanche für das 1:2 gegen die US-Girls im Olympia-Finale 2004 in Athen sowie das 0:2 im Halbfinale bei der WM 1999. Für die USA war es die erste Niederlage seit 50 Spielen und fast drei Jahren. "Das war eine beeindruckende Vorstellung", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid, die eine "spannende Aufgabe im Finale" erwartet.

"Wir wollen den Pott holen, da kann kommen, wer will. Wir haben uns vor allem durch unser 3:0 im Halbfinale gegen Norwegen eine Menge Respekt verschafft', hatte Deutschlands Abwehrspielerin Ariane Hingst unbeeindruckt mit Blick auf das Finale gesagt. Zuletzt hatten sich beide Teams bei einer WM 1999 in der Vorrunde mit 3:3 getrennt.

Brasilien profitierte in Hangzhou bei der 1:0-Führung von einem Eigentor der US-Amerikanerin Leslie Osborne (20.). Weltfußballerin Marta demonstrierte mit ihren Turnier-Toren sechs und sieben (27./79.) ihre Klasse. Die frühere Wolfsburger Bundesligaspielerin Cristiane hatte in der einseitigen Begegnung für das zwischenzeitlich 3:0 gesorgt (56.). Zugute kam den Südamerikanerinnen, dass die US-Girls nach einer unberechtigten Gelb-Roten Karte gegen Shannon Boxx (45.) in der zweiten Halbzeit in Unterzahl agieren mussten.

Im Finale gegen Deutschland muss Brasilien allerdings ohne die beiden Abwehrspielerinnen Aline und Renata Costa auskommen. Beide sind nach ihrer zweiten Gelben Karte gesperrt.

© SID

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