Fußball WM
Brasilien setzt sich gegen England durch

Rekordweltmeister Brasilien konnte sich im Testspiel in Doha mit 1:0 gegen England durchsetzen. Spanien bezwang Argentinien 2:1, Ottmar Hitzfelds Schweizer unterlagen.

Siege für Rekordweltmeister Brasilien und Europameister Spanien, Heimpleite für Ottmar Hitzfelds Schweizer und eine Nullnummer für Titelverteidiger Italien: Sieben Monate vor der WM präsentierten sich die Teilnehmer in ersten Tests noch in sehr unterschiedlicher Form.

Der fünfmalige Weltmeister Brasilien siegte in Doha 1:0 (0:0) gegen England und bleibt damit für das Fußball-Mutterland der Angstgegner Nummer eins. Die "Selecao" ist damit seit über 19 Jahren gegen die "Three Lions" unbesiegt. Europameister Spanien setzte seine Erfolgsserie auch beim 2:1 (1:0) gegen Argentinien fort und hat nur eines seiner letzten 43 Spiele verloren.

Hitzfeld leistete sich mit der Schweiz in Genf eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Norwegen. Über ein 0:0 gegen die Niederlande und eine über weite Strecken enttäuschende Leistung kam Weltmeister Italien nicht hinaus.

Slowakei und Serbien erfolgreich

Erfolgreiche WM-Test lieferten Neuling Slowakei und Serbien ab. Die Slowaken setzten sich in Bratislava gegen die USA mit 1:0 (1:0) durch. Die Serben siegten 1:0 (0:0) in Belfast gegen Nordirland. Dänemark musste sich gegen Südkorea mit einem 0:0 zufrieden geben.

Bei sommerlichen Temperaturen von knapp 30 Grad in Katar erzielte Stürmer Nilmar den Siegtreffer für Brasilien gegen ersatzgeschwächte Engländer (47.). Am 28. März 1990 hatte es im Londoner Wembleystadion den letzten von nur drei Siegen für die "Three Lions" in 23 Duellen gegen die "Selecao" gegeben. Jungstar Wayne Rooney trug für England in seinem 57. Länderspiel erstmals die Kapitänsbinde. Sein Debüt für Brasilien gab der Hoffenheimer Carlos Eduardo, der in der 81. Minute eingewechselt wurde.

Beim alten Rivalen Argentinien konnte auch Lionel Messi die fünfte Niederlage aus den letzten elf Spielen nicht verhindern. Der Superstar des FC Barcelona markierte mit einem verwandelten Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich (62.). Doch Xabi Alonso, der schon in der 16. Minute getroffen hatte, avancierte ebenfalls mit einem verwandelten Foulelfmeter (86.) zum Matchwinner.

Carew trifft gegen Hitzfeld-Team

In Genf erzielte John Carew in der 48. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter das entscheidende Tor für die Norweger. Im Hitzfeld-Team standen die Bundesliga-Profis Diego Benaglio vom deutschen Meister VfL Wolfsburg, Pirmin Schwegler von Eintracht Frankfurt sowie Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok von Bayer Leverkusen in der Startelf. Der Berliner Steve van Bergen und Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg wurden zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

Sieben Minuten vor Schluss jubelte Italien über den vermeintlichen Siegtreffer, der jedoch nach einigen Diskussionen vom Schweizer Schiedsrichter Claudio Circhetta zurückgenommen wurde, weil er eindeutig mit der Hand erzielt worden war.

© SID

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