Fußball WM
Bundespräsident wird Schirmherr der Frauen-WM 2011

Der Bundespräsident hat zugesagt, bei der Frauenfußball-WM in Deutschland als Schirmherr zu fungieren. Die Entscheidung fiel unabhängig davon, wer das Amt 2011 bekleiden wird.

Die ersten Entscheidungen für die Organisation der Fußball-WM der Frauen 2011 im eigenen Land wurden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) getroffen. So soll das Eröffnungsspiel am Sonntag (26. Juni) oder Montag (27. Juni) in Berlin stattfinden. Für das Endspiel, das am 17. Juli ausgetragen werden soll, ist Frankfurt als Spielstätte vorgesehen.

Bundespräsident Horst Köhler erklärte unterdessen, dass er die Schirmherrschaft für das Turnier übernehmen wolle. "Die Zusage ist nicht mit einem Namen verbunden. Doch der Bundespräsident hat schon eine Zusage gegeben, obwohl er sich zu einer zweiten Amtszeit noch nicht entschlossen hat. Das zeigt, welche gewachsene Bedeutung der Frauen-Fußball hat", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Startschuss der WM soll in Berlin fallen

Der Startschuss der WM soll in der Hauptstadt fallen. "Unser Wunsch ist es, die WM der Frauen dort beginnen zu lassen, wo die WM der Herren 2006 beendet wurde - nämlich in Berlin", sagte Niersbach vor dem DFB-Pokalfinale. Allerdings müssten noch Gespräche mit dem Senat Berlin geführt werden.

Sollte das Spiel tatsächlich in Berlin stattfinden, hofft der DFB auf einen neuen Besucher-Rekord für ein Frauen-Fußballspiel innerhalb Europas. Den Weltrekord, der bei einem Spiel in den USA aufgestellt wurde, könne man in Berlin nicht erzielen, so Niersbach.

Fifa-Exekutiv-Mitglied Franz Beckenbauer wies darauf hin, dass die Erwartungen innerhalb des Weltfußball-Verbandes an Deutschland für die WM 2011 sehr groß seien. "Man hat die WM 2006 in unserem Land noch nicht vergessen", so Beckenbauer.

WM-Logo "Arena Deutschland" vorgestellt

Derweil wurde in der Pause zwischen den beiden DFB-Pokalendspielen am Samstag im Berliner Olympiastadion das WM-Logo mit Namen "Arena Deutschland" durch Beckenbauer und OK-Chefin Steffi Jones vorgestellt. Das Design des bunten Logos zeigt ein Fußball-Stadion und soll die einzigartige Stimmung in und auch außerhalb von vollbesetzten Fußball-Arenen widerspiegeln.

"Ich finde das Logo wunderschön. Man sieht, dass man es mit einer Fußball-Veranstaltung zu tun hat. Unser Logo zur WM 2006 hätte auch auf eine Schwimm-Veranstaltung hinweisen können", sagte Beckenbauer mit einem Schmunzeln und spielte auf das Zeichen der drei lachenden Gesichter an.

Als eine der nächsten Fifa-Entscheidungen wird die genaue Terminierung des Turniers erwartet. Da zu jener Zeit die Uefa wahrscheinlich in Irland die U21-Europameisterschaften veranstaltet, muss noch ein passender Zeitplan gefunden werden.

Beim Ticketing ist der DFB im Gegensatz zur WM 2006 als Ausrichter selbstständig für den Verkauf der Eintrittskarten zuständig. "Wir wollen die Stadien wieder voll bekommen", sagte Niersbach, der für die rund eine Mill. Tickets im Jahr 2009 eine große Promotion-Aktion ankündigte.

Auswahl der WM-Arenen im Herbst

Für das Turnier mit 16 Mannschaften und insgesamt 32 Spielen benötigt das Austragungsland Deutschland sechs bis neun Stadien. Im Herbst 2008 soll die Entscheidung über die Wahl der Arenen fallen. Wegen des Sitzes des DFB soll in Frankfurt/Main auch die Fifa vor und während der WM ihr Hauptquartier beziehen.

Das Organisations-Komitee (OK) der WM 2011 wird voll in die DFB-Struktur integriert. Das höchste Gremium ist der Präsidialausschuss. Er setzt sich aus DFB-Präsident Theo Zwanziger, Schatzmeister Horst R. Schmidt, DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und Niersbach zusammen. Gemeinsam mit OK-Marketing-Chefin Doris Fitschen sollen dieses Jahr noch die ersten Abschlüsse bei der Aquirierung der nationalen Förderer bekannt gegeben werden. Während die Einnahmen für die WM 2006 rund 550 Mill. Euro betrugen, rechnet der Verband 2011 mit einem Zehntel der Summe. Es müsse das Ziel sein, die schwarze Null in der Endabrechnung zu präsentieren, sagte Niersbach.

© SID

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