Fußball-WM der Frauen Neids Team will „wieder Vollgas geben”

Die deutschen Fußball-Frauen sind heiß auf das WM-Viertelfinale gegen Frankreich. Allerdings wissen alle, dass es am Freitagabend in Montreal ein ganz hartes Stück Arbeit wird gegen den Weltranglisten-Dritten.
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Bundestrainerin Silvia Neid hat bis auf auf Saskia Bartusiak alle Spielerinnen zur Verfügung. Foto: Carmen Jaspersen Quelle: dpa
Optimistisch

Bundestrainerin Silvia Neid hat bis auf auf Saskia Bartusiak alle Spielerinnen zur Verfügung. Foto: Carmen Jaspersen

(Foto: dpa)

Montreal„Das wird noch ein Stück schwerer als gegen Schweden”, betont die deutsche Abwehrchefin und Frankreich-Expertin Annike Krahn. Dem Fachurteil der 29-Jährigen kann man vertrauen, denn drei Jahre lang spielte sie für Paris Saint-Germain und kennt alle Spielerinnen des Kontrahenten.

Bis auf Saskia Bartusiak hat Bundestrainerin Silvia Neid alle Spielerinnen zur Verfügung. Ob Babett Peter oder Josephine Henning für die gelbgesperrte Innenverteidigerin in die Startelf rückt, ließ Neid noch offen. Vor allem die größere Turniererfahrung spricht klar für die Wolfsburgerin Peter. „Aber auch Josie hat sehr gut trainiert. Wir überlegen, was die beste Lösung ist.”

Fest steht: Das DFB-Team geht bestens vorbereitet in die Partie gegen „Les Bleues”. „Wir fühlen uns sehr gut. Die Spielerinnen sind in sehr guter Verfassung und können wieder Vollgas geben gegen einen sehr starken Gegner”, sagte Neid vor dem Abschlusstraining im Olympiastadion von 1976. „Natürlich gibt es eine gewisse Anspannung. Aber wir wollten das ja so und freuen uns, dass wir das alles erleben dürfen.” Man werde „alles dafür geben, vielleicht noch einen Schritt weiterzukommen”.

Als besonders gefährlich eingestuft wird das französische Sturmduo mit Eugenie Le Sommer und Marie-Laure Delie. „Ich habe die letzten zwei Jahre mit Marie-Laure zusammengespielt”, erläutert Krahn, und warnt: „Sie ist sehr torgefährlich, geht gern in die Tiefe, legt aber auch mal einen Ball ab.”

Klar, dass die Abwehrchefin im Vorfeld des Top-Duells, das viele Experten als vorweggenommenen Endspiel sehen, nicht nur für die Trainerin ein willkommener Gesprächspartner war, sondern auch für einige Teamkolleginnen: „Sie kommen und fragen schon mal, welche Besonderheiten die Französinnen haben.”

Neid hat Frankreich mit ihrem Trainerteam und dem Video-Analysten genau unter die Lupe genommen. Geheimnisse gibt es auf beiden Seiten ohnehin nicht. „Ich halte Frankreich für eine sehr gute Mannschaft, die lange dafür gearbeitet hat, etwas Großes zu erreichen”, betonte Neid: „Sie glauben, dass sie endlich dran sind, mal einen großen Titel zu gewinnen. Aber das wollen wir auch.”

DFB-Frauen lösen Olympia-Ticket
Frauenfußball-WM: „Das wird eine harte Nuss”
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Die Viertelfinals bei der Fußball-WM der Frauen werden langsam komplett. Heute kann sich Japan gegen die Niederlande qualifizieren. Dank englischer Schützenhilfe ist den Deutschen das Olympia-Ticket nun sicher. Der Topfavorit und die Gegner.

Olympia-Ticket
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Die deutschen Fußballerinnen haben dank englischer Schützenhilfe das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 gelöst. Die DFB-Auswahl gehört bei der Endrunde in Kanada auf jeden Fall zu den drei besten europäischen Mannschaften, die sich für Rio de Janeiro qualifizieren. Damit hat das Team von Bundestrainerin Silvia Neid (l.) ein wichtiges WM-Teilziel erreicht.

Niederlande
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Neben den Viertelfinalisten Deutschland und Frankreich, die am Freitag aufeinandertreffen, können aus europäischer Sicht nur noch die Niederlande in die Runde der letzten Acht einziehen. Das Oranje-Team spielt am Dienstag gegen Titelverteidiger Japan.

England
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Glück für Deutschland: Die Three Lionesses schalteten im WM-Achtelfinale überraschend Vize-Europameister Norwegen mit 2:1 (0:0) aus.

Die Tore
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Kapitänin Stephanie Houghton (61.) und Lucy Bronze (76.) drehten nach der norwegischen Führung durch Routinier Solveig Gulbrandsen (54.) die Partie zugunsten der erst in der zweiten Hälfte überzeugenden Engländerinnen.

Nicht startberechtigt
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England, das in der zweiten K.o.-Runde am Samstag auf Gastgeber Kanada trifft, ist als Einzelverband nicht bei Olympia startberechtigt.

Von der Last befreit
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Mit der geschafften Olympia-Teilnahme, die sie 2012 in London verpasst hatten, fällt den deutschen Frauen eine kleine Last von den Schultern. „Man hat das natürlich im Hinterkopf”, hatte Torhüterin Nadine Angerer vor einigen Tagen betont.

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