Fußball WM
Der große Tag des kleinen Kevin mit Brasilien

Der 13-jährige Kevin hat im Trainingslager der brasilianischen Nationalmannschaft seinen wohl größten Tag der noch jungen Fußball-Karriere erlebt: Der Balljunge durfte einmal das Tor der "Selecao" hüten.

Manege frei für den "Zirkus Selecao" in Weggis: Vor allem für den 13-jährigen Kevin Wälchli wird die erste Vormittagseinheit des fünfmaligen Weltmeisters Brasilien unvergessen bleiben. Der Balljunge wurde zum Abschluss des Trainings von Torwart Rogerio Ceni zu einem Spielchen aufgefordert und stand anschließend im Stile eines Profis auf seiner ersten Pressekonferenz den internationalen Medien Rede und Antwort.

Im Kasten der "Selecao"

Erst vor einer Woche war Kevins Name bei einer Verlosung eines Mobiltelefonanbieters gezogen worden. Am Himmelfahrtstag wartete auf den Buben aus Halten bei Solothurn dann die zweite, viel größere Überraschung. Ronaldinho und Co. waren schon auf dem Weg in die Kabine, als der Keeper vom Klub-Weltmeister FC Sao Paulo ihm seine Handschuhe übergab und für einige Schüsse ins Tor stellte. In der mit knapp 5 000 Besuchern besetzten Thermoplan-Arena brandete bei jeder Parade Beifall auf.

Ansonsten gab für die am Feiertag schon zu früher Morgenstunde in den Schweizer Ferienort am Vierwaldstättersee angereisten Neugierigen nur Stars zum Sehen, nicht zum Anfassen - zur Enttäuschung der Autogrammjäger. So hielt sich der Trubel in Grenzen, zur Zufriedenheit von Trainer Carlos Alberto Parreira, der schon vorher gewarnt hatte: "Wenn ich merke, dass die Spieler abgelenkt sind, werden wir umziehen."

Standing Ovations für Ronaldinho und Ronaldo

Weltfußballer Ronaldinho (FC Barcelona) und Ronaldo (Real Madrid) versteckten sich gut 50 Minuten im Kraftraum. Erst als die beiden Spanien-Profis gemeinsam mit den ebenfalls zum Sondertraining verdonnerten Cafu (AC Mailand), Edmilson (Barcelona), Juninho (Olympique Lyon) und Emerson (Juventus Turin) den Platz betraten, gab auch der letzte Schweizer Fan seine Zurückhaltung auf. Das Starduo wurde mit Standing Ovations empfangen.

Während Ronaldinho noch freundlich ins Publikum winkte, nahm Ronaldo sofort die Arbeit auf dem Grün auf. "Jetzt ist die Zeit des Leidens gekommen", erklärte der Torschützenkönig der letzten WM, für den laut Trainer Parreira nach überstandener Oberschenkelverletzung die Schonfrist abgelaufen sei.

"In einer Woche will ich auf gleicher Höhe mit den anderen sein", meinte der 29-Jährige, der die Tests gegen den von Profis aus der Schweizer Liga verstärkten FC Luzern am 30. Mai in Basel und gegen Neuseeland am 4. Juni in Genf bestreiten soll.

Ausgelassene Feierstimmung bis tief in die Nacht herrscht derweil nur vor der provisorischen Stahlkonstruktion auf der Festmeile, auf der Samba und Caipirinha Brasilien-Stimmung entfachen. Rote Trikots mit dem Schweizer Kreuz wirken wie Exoten im grün-gelben Farbenmeer. Noch bis zum 4. Juni liegt die Copacabana am Weggiser Seeufer.

© SID

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