Fußball WM
Der WM-Splitter des Tages

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Splitter des heutigen WM-Tages gesammelt. Unter anderem mit dabei: Bayerns Auswahltrainer Reinhard Klante, der WM-Teilnehmer Tunesien ein Testspiel im Januar abringen konnte.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Splitter des heutigen WM-Tages zusammengefasst.

Hoher Besuch: Ein ganz besonderer Gast war am Mittwoch auf Stipvisite im Quartier der argentinischen Nationalmannschaft in Herzogenaurach. Der einstige Stürmerstar Gabriel Batistuta wollte sich persönlich bei seinen früheren Kollegen nach den WM-Aussichten erkundigen. Dumm nur, dass der hohe Besuch ausgerechnet während der Siesta kam. "Ich habe ihn leider verpasst", klagte Angreifer Javier Saviola. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht, meinte "das Kaninchen": "Ich brauche keine Tipps mehr von ihm. In Argentinien haben alle Stürmer schon viel von "Batigol" gelernt."

Technik: Beim Fifa-Kongress in München wurde ein elektronisches Abstimmungssystem benutzt, bei dem es drei Knöpfe zu bedienen gilt: Für Ja, Nein und Enthaltung. Auf die Testfrage "Findet morgen das Eröffnungsspiel statt" drückten drei Delegierte den Nein-Knopf, auf die zweite Testfrage "Findet das Eröffnungsspiel in München statt" antwortete immer noch ein Delegierter mit Nein. Der Kongress fand trotzdem statt.

Musikalisch: Arbeit und Musikgenuss schließen sich bei der Nationalmannschaft aus Ghana nicht aus. Vor dem Training können die Spieler CDs mit ihrer Lieblingsmusik abgeben, die dann während der Übungseinheit für gute Stimmung sorgt. Beim Aufwärmen brachten Sammy ihren Kreislauf zuletzt im Takt heimischer Klänge in Schwung.

Allzeit Bereit: Um sich der ghanaischen Nationalmannschaft als guter Gastgeber zu präsentieren, holten die Würzburger Kickers sogar ihren Stadionsprecher aus dem Urlaub. Weil die Rasenmäher der Stadt zu groß waren, um die Rasenkanten auf dem Trainingsplatz zu mähen, rückte der Stadionsprecher an seinem ersten Urlaubstag kurzerhand mit seinem eigenen Mäher an. Als allerdings die Mannschaft eintraf, wurde er von den Sicherheitsbeauftragten aus dem Innenraum des Stadions komplementiert: Wenn er weiter arbeiten wolle, brauche er eine Akkreditierung. Glücklicherweise war der Rasen da schon geschnitten.

Revanche: Nach der Partie Tunesiens gegen eine Bayernauswahl (4:0) in Schweinfurt, forderte Bayerns Auswahltrainer Reinhard Klante seinen Trainerkollegen Roger Lemerre auf der Pressekonferenz mit den Worten: "Wir kommen auf alle Fälle im Januar nach Tunesien und möchten jetzt die Zustimmung für ein Rückspiel" zu einer Revanche auf. Dieser willigte ohne zu Zögern ein: "Ihr seid herzlich willkommen." Die Vertetung des Freistaats war kurzerhand eingesprungen, weil nacheinander Kuwait, Irak, Libyen und Neuseeland als Testspielgegner absagt hatten.

Titelrechnung: Mit Hilfe einer mathematischen Gleichung hat der ehemalige Fußball-Nationalspieler Hans Siemensmeyer ausgerechnet, dass Deutschland zum vierten Mal Weltmeister wird. Anspielend auf die bisherigen drei Titelgewinne 1954, 1974 und 1990 rechnete Hannovers WM-Botschafter am Rande des Fan-Festes vor: "Wenn man 54 und 74 multipliziert, kommt 3 996 heraus. Zieht man davon das Jahr 1990 ab, kommt 2006 raus."

Langfinger: Vermutlich mit einem Kleintransporter sind Diebe in Göttingen vorgefahren, um das Schild des Medienzentrums der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft zu stehlen. Der Wegweiser, auf dem unter anderem das Logo des Fußball-Verbandes der Mexikaner abgebildet war, hat eine Größe von vier mal zwei Metern. Bisher fehlt von den Langfingern jede Spur. Die Journalisten finden den Weg ins Pressezentrum derweil auch ohne Schild.

Kameramann: Regisseur Sönke Wortmann hat sich für sein Filmprojekt über die deutsche Nationalmannschaft prominente Verstärkung geholt. Bei den Aufnahmen wird Wortmann ("Wunder von Bern") künftig von Kameramann Frank Griebe unterstützt. Griebe drehte unter anderem "Lola rennt" und zuletzt "Das Parfüm", in dem Dustin Hoffman die Hauptrolle spielt. Griebe wird für den geplanten DFB-Film beispielsweise die Atmosphäre außerhalb der Stadien einfangen. Wortmann arbeitet derweil weiterhin im Hotel, im Mannschaftsbus oder in der Kabine.

Reisewelle: Als die DFB-Auswahl am Donnerstag in München ankam, war für die DFB-Stars bereits alles angerichtet. Busfahrer Wolfgang Hochfellner war mit dem Mannschaftsbus bereits vorher von Berlin nach München gefahren, um das Team am Flughafen abzuholen. Auch DFB-Koch Saverio Pugliese gehörte dem Vorauskommando an, damit die Spieler gleich nach der Ankunft vernünftig etwas auf den Teller bekamen.

AusnÜChterung: Die Stadt Frankfurt hat den Malteser Hilfsdienst für die Betreuung von alkoholisierten Fußball-Fans engagiert. In der Fabriksporthalle im Stadtteil Frechenheim wird die Zentrale Ausnüchterungsambulanz eingerichtet. Dort kümmern sich Ärzte und bis zu 50 freiwillige Malteser um schwer alkoholisierte Anhänger. Insgesamt stehen 50 Behandlungsplätze zur Verfügung. Im Notfall kann die Zahl auf 100 erhöht werden. Die normalen Öffnungszeiten sind zwischen 15.00 und 3.00 Uhr. (sid)

Chaos: Chaos herrschte am Donnerstag bei der Pressekonferenz der italienischen Nationalmannschaft. Zunächst verspätete sich Coach Marcello Lippi um mehr als eine Stunde, danach störten Handy-Geräusche die Liveübertragung der Fernsehsender. Zu guter Letzt streikte der Motor im Sponsoren-Laufband hinter Lippi. Ein junger Helfer bewies beim (natürlich missglückten) Reparaturversuch seine Kletterkünste und gelangte damit zu unverhofftem Ruhm. (sid)

Doppelte RuhestÖRung: Mächtig verärgert war am Donnerstag der polnische Nationalspieler Jacek Krzynowek. Der bisherige Leverkusener und künftige Wolfsburger wollte mit seinem Mitspielern am Tag vor dem ersten WM-Spiel gegen Ecuador einen Entspannungs-Spaziergang machen. "Wir wollten etwas die Ruhe genießen und uns die Gegend ansehen. Aber das war einfach nicht möglich", schimpfte der 29-Jährige: "Die polnischen Journalisten haben uns auf Schritt und Tritt verfolgt. Und die deutschen gleich mit. Das hat mich schon sehr genervt." (sid)

Angehalten: Die Einwohner Rio de Janeiros haben sich zur WM eine besondere Art des Geldverdienens einfallen lassen. Mit Seilsperren stoppen sie auf den Straßen Autos, um von den Fahrern Kleingeld zu erhalten, damit sie ihre Straßen in den Farben der brasilianischen Flagge grün und gelb schmücken können. (sid)

Haarschnitt: Ein italienischer Photograph mit voluminöser Lockenpracht hat Nationaltrainer Marcello Lippi am Donnerstag ein pikantes Versprechen abgerungen. Da die Haare im Afro-Look Lippi bei der Pressekonferenz das Sichtfeld blockierten, forderte der 58-Jährige: "Gehen sie zum Friseur oder verlassen sie diesen Raum." Antwort des Journalisten: "Wenn wir den Titel holen, lasse ich mir eine Glatze schneiden!" Lippis Konter: "Wenn das passiert, mache ich mit." (sid)

Verlegung: Um das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Costa Rica am Freitag (18.00 Uhr) vor dem Fernseher verfolgen zu können, hat die brasilianische Nationalelf ihren Trainingstermin verschoben. Statt um 16.45 Uhr bittet Carlos Alberto Parreira auf der Sportanlage Altkönigblick bereits eine halbe Stunde früher zur Übungseinheit. (sid)

© SID

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