Fußball WM
Deutsche Elf sichert sich Rang drei

"Es war ganz wichtig, dass wir hier positiv abschließen", freute sich Trainer Breuer über Platz drei der deutschen Nationalelf bei der WM der Menschen mit Behinderung. Im "kleinen Finale" gab es gegen Südafrika ein 4:0.

Die deutsche Fußball-Nationalelf der Menschen mit Behinderung hat sich bei der WM im eigenen Land drei Tage nach der Halbfinal-Niederlage gegen die Niederlande den "Trostpreis" gesichert. Im kleinen Finale bezwang das Team von Cheftrainer Willi Breuer Südafrika in Essen 4:0 (2:0) und beendete das Turnier wie die Klinsmann-Elf bei der Fifa-WM auf dem dritten Platz. Torjäger Ahmed Demir (32./81.) mit seinen WM-Treffern sieben und acht sowie Andreas Timm (36./73.) schossen den verdienten Sieg heraus.

"Es war ganz wichtig, dass wir hier positiv abschließen. Wir sind sehr zufrieden und glücklich", erklärte Breuer. Vor gut 6 000 Zuschauern im Essener Sportpark am Hallo schien das "Trikot-Doping" durch Nationalstürmer Lukas Podolski gefruchtet zu haben. Der Star von Rekordmeister Bayern München hatte die deutsche Auswahl nach dem demütigenden 0:5 in der Vorschlussrunde besucht und mit Geschenken aufgemuntert.

Daum: Es war ein Spitzenturnier

Auch der frühere Meistertrainer Christoph Daum hatte erneut jede Menge Aufbauarbeit geleistet. "Wir haben gesehen, dass Menschen mit Behinderung ebenfalls in der Lage sind, großartige Leistungen zu erbringen. Es war ein Spitzenturnier", erklärte Daum. Die Gastgeber gingen dementsprechend motiviert zu Werke und erarbeiteten sich ein Chancenplus, Demir stellte mit einem Lupfer nach einem Traumpass von Waldemar Monsch früh die Weichen auf Sieg. Der Rest war ein sechzigminütiges Schaulaufen. "Danke für die tolle Zeit", stand auf einem Plakat, dass das deutsche Team den Fans nach dem Abpfiff präsentierte.

Deutschland hatte die Vorrunde als Gruppensieger beendet. Im Viertelfinale schlug die Mannschaft von Willi Breuer, dessen Zukunft als Nationaltrainer weiter ungewiss ist, Frankreich 9:0. Am Samstag spielen die Niederlande und Saudi-Arabien um 15.00 Uhr (live im WDR) in Leverkusen den Nachfolger des gescheiterten Weltmeisters England aus.

© SID

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