Fußball WM
Deutsche Frauen lösen in Russland WM-Ticket

Dank des 3:2 (3:0)-Erfolgs der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in Russland hat sich das Team für die WM 2007 in China qualifiziert. Birgit Prinz verpasste es allerdings, ihr 100. Länderspieltor zu erzielen.

Wie erwartet haben die deutschen Nationalspielerinnen ihr Ticket zur WM 2007 gelöst. Unter den Augen von DFB-Präsident und Edelfan Theo Zwanziger gewannen Die Welt- und Europameisterinnen das entscheidende letzte Qualifikationsspiel in Russland 3:2 (3:0). Damit unterstrich das Team mit dem achten Sieg in der achten Partie der Gruppe vier eindrucksvoll seine Ausnahmestellung.

Vor 200 Zuschauern in Moskau erzielten Sandra Smisek (32.), Kerstin Garefrekes (35.) und die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz (45.+2) vom Uefa-Cup-Sieger 1. FFC Frankfurt mit ihrem 99. Länderspieltor die Treffer für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Nach einem Fehler von Ariane Hingst vom DFB-Pokalsieger Turbine Potsdam verkürzte Natalja Barbaschina (84.) auf 1:3, Olga Kremlewa gelang in der Nachspielzeit sogar noch das zweite Tor für die Gastgeberinnen 90.+2).

Neid: "Zum Schluss hat die Konzentration nachgelassen"

"Wir wollten die Qualifikation mit weißer Wests abschließen. Das ist uns gelungen", erklärte DFB-Trainerin Silvia Neid, schlug aber auch kritische Töne an: "Zum Schluss hat die Konzentration nachgelassen. Das darf so nicht passieren."

Im Kampf um den Gruppensieg und die erfolgreiche Qualifikation für die Endrunde vom 10. bis zum 30. September 2007 in China hätte den Deutschen nach dem 5:1 im Hinspiel sogar eine Niederlage mit drei Treffern Unterschied gereicht. Doch ungeachtet von taktischen Überlegungen setzte die Mannschaft von Neid, die wie schon beim 5:0 vier Tage zuvor in Schottland ohne die verletzte Steffi Jones (1. FFC Frankfurt) auskommen musste, beim 14. der Weltrangliste auf Offensive.

Zunächst scheiterte Smisek zweimal per Kopf (12., 26), und auch Conny Pohlers (Turbine Potsdam) verfehlte knapp das Tor (16.). Auf der Gegenseite musste Nationaltorhüterin Silke Rottenberg (1. FFC Frankfurt) gegen Barbaschina (18.) auf der Hut sein. Doch nach der Führung durch Smisek war der Wille der ersatzgeschwächten Russinnen gebrochen.

Prinz verpasst 100-Tore-Schallmauer

Nach dem Seitenwechsel ließ Prinz zwei große Chancen ungenutzt und verpasste damit die Schallmauer von 100 Länderspieltoren um einen Treffer. Grund zur Freude hat die Frankfurter Ausnahmestürmerin aber auf jeden Fall im nächsten Spiel. Dann zieht die 28-Jährige mit Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann (154 Einsätze) gleich.

© SID

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