Fußball WM
Deutsche Journalisten in China unter Beobachtung

Deutsche Journalisten wurden am Rande der Frauen-WM in China rund um die Uhr beobachtet. In Hangzhou waren die Ausgeh- und Rückkehrzeiten der Medienvertreter im Hotel minutiös protokolliert worden.

Das Medienhotel in Hangzhou hat die Überwachung von deutschen Journalisten während der Frauen-WM in China offiziell bestätigt. Dies sei zur Sicherheit der Gäste geschehen, teilte das Hotel auf Anfrage des Weltverbandes Fifa mit.

Auf die Maßnahme werde künftig aber verzichtet, hieß es. Dabei handelte das Hotel angeblich ohne Rücksprache im Alleingang. Die chinesischen WM-Organisatoren wiesen gegenüber der Fifa jegliche Kenntnis der Aktion von sich.

Deutsche Journalisten, die mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum letzten Gruppenspiel gegen Japan (2:0) nach Hangzhou gereist waren, hatten sich während ihres Aufenthaltes im Sunny-Hotel rund um die Uhr beobachtet gefühlt. Ausgeh- und Rückkehrzeiten wurden von Angestellten des Hotels auf den Etagen minutiös aufgezeichnet. Außerdem beobachteten Sicherheitsbeamte und Polizisten die Journalisten.

Unterdessen berichten jedoch auch Journalisten aus den USA von ähnlichen Praktiken im Lansheng-Hotel in Schanghai. Auch hier werden Ein- und Ausgänge der Medienvertreter von Hotel-Angestellten auf dem Etagenflur schriftlich festgehalten.

Insgesamt haben bereits fünf von sieben WM-Spielen in Hangzhou stattgefunden. Am Donnerstag folgt die Partie Brasilien gegen Dänemark und am 27. September das zweite Halbfinale.

© SID

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