Fußball WM
Deutsche WM-Macher nutzen EM als Werbeplattform

Bei der Frauenfußball-EM rühren die deutschen WM-Macher die Werbetrommel für 2011. "Wir wollen volle Stadien bei allen Spielen haben", so die Organisations-Chefin Steffi Jones.

Kaum ist die Frauenfußball-EM in Finnland auf die Zielgerade eingebogen, sind die Macher der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland erstmals auf der großen internationalen Bühne den Start gegangen. "Unser Ziel ist es, bei der WM Werbung für den Frauenfußball weltweit zu machen", sagte die Organisations-Chefin Steffi Jones, die mit Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen drei Tage vor dem EM-Finale in Helsinki die Werbetrommel für die nächste Frauenfußball-Großveranstaltung gerührt hat.

"Am 29. Oktober startet der Ticketverkauf. Unser Ziel ist es, die Stadien nicht nur bei den deutschen Spielen zu füllen. Wir wollen volle Stadien bei allen Spielen haben", äußerte Jones vor einer 50-köpfigen internationalen Journalistenschar in einem Cafe der finnischen Hauptstadt: "Meine Vision ist es, den Standard des Frauenfußballs weltweit zu heben. Deshalb reise ich in der Welt herum."

Die Präsidentin des deutschen Organisationskomitees (OK) machte zudem deutlich, dass volle Arenen nicht nur für die Atmosphäre wichtig sind. "Wir haben einen Etat von 51 Mill. Euro. Davon sind 24 Mill. durch Sponsoren gedeckt. Der Rest muss über die Tickets gehen", betonte Jones: "Das Risiko ist auf unserer Seite. Wir müssen die Stadien füllen, wir wollen aber auch faire Preise. Das ist ein Spagat."

Deutsches Nationalteam als Zugpferd

Damit die Weltmeisterschaft in zwei Jahren ein Erfolg wird, haben die Organisatoren einen zweigleisige Strategie entwickelt. Neben der deutschen Nationalmannschaft, die als Titelverteidiger an den Start gehen wird, sollen international bekannte Spielerinnen in den anderen Teams werbewirksam eingesetzt werden.

"Die Nationalmannschaft muss natürlich das Zugpferd für die WM sein, um die Massen zu mobilisieren. Zudem wollen wir Stars in allen Team herausbilden, damit die Leute zu den Spielen gehen. Stars ziehen einfach", erklärte Fitschen, die allerdings einen Starrummel wie im Männer-Fußball verhindern will: "Die Spielerinnen müssen auf dem Boden bleiben und dürfen die Nähe zu den Fans nicht verlieren."

Jones: Niveau der Spiele weiter gestiegen

Fitschen hält nichts von der These, dass eine zunehmende Professionalisierung dem bislang positiven Image des Frauenfußballs schaden könnte. "Das glaube ich nicht. Ganz im Gegenteil: Um so professioneller alles wird, um so besser wird die Leistung und um so mehr interessiert sich die Öffentlichkeit dafür", meinte die frühere Nationalspielerin im Hinblick auf die Zukunft der Sportart.

Beim Rückblick auf die zu Ende gehende EM waren sich Fitschen und Jones einig, dass das Niveau im Vergleich zu den vergangenen Titelkämpfen gestiegen ist. "Die Spiele sind schneller geworden. Natürlich gab es auch Spiele, die nicht ganz so gut waren. Aber insgesamt ist das Niveau wieder besser geworden", sagte Jones.

Deshalb sprach sich Fitschen auch für eine Aufstockung der Teilnehmerzahl von derzeit zwölf auf 16 Teams aus: "Es waren sehr viele enge Ergebnisse. Ich bin absolut dafür, bei der nächsten EM mit 16 Mannschaft zu spielen. Bis dahin haben wir noch vier Jahre, dann ist die Zeit reif."

© SID

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