Fußball WM
DFB-Elf bei Auslosung wahrscheinlich Gruppenkopf

Die DFB-Auswahl dürfte bei der Gruppenauslosung für die WM 2010 am Freitag als Gruppenkopf gesetzt sein. Bundestrainer Löw rechnet mit einem europäischen und afrikanischen Gegner.

Die Spannung steigt, die Spekulationen schießen ins Kraut, doch die deutsche Nationalmannschaft kann ziemlich relaxt in die WM-Gruppenauslosung am Freitag (ab 18.00 Uhr MEZ/live im ZDF und bei Sky) in Kapstadt gehen. Der dreimalige Welt- und Europameister dürfte wie bei den vergangenen Turnieren aufgrund seines Abschneidens bei den letzten Weltmeisterschaften (Zweiter 2002, Dritter 2006) und in den letzten Jahren in der Weltrangliste als einer von acht Gruppenköpfen gesetzt sein.

"Es ist ja ganz schon ganz gut, dass wir gesetzt sind. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir einen europäischen und einen afrikanischen Gegner zugelost bekommen", sagte Bundestrainer Joachim Löw im SID-Interview. Der 49-Jährige erwartet im kommenden Jahr ein einzigartiges Turnier (11. Juni bis 11. Juli) mit großen Herausforderungen für seine Spieler.

Duelle mit Hitzfeld oder Rehhagel möglich

Brisante Vorrundenduelle gegen Ottmar Hitzfeld und die Schweiz oder Otto Rehhagel mit Ex-Europameister Griechenland oder gar gegen den Erzrivalen Niederlande sind möglich. Der afrikanische Kontrahent könnte Algerien heißen, der die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim WM-Auftakt 1982 in Spanien durch einen 2:1-Sensationssieg aus allen Wolken riss. Erst der "Nichtangriffspakt" zwischen Deutschen und Österreichern (1:0) zum Vorrunden-Abschluss in Gijon kegelte die Nordafrikaner aus der 82er WM - das DFB-Team wurde am Ende Vize-Weltmeister.

Löw: "Egal, mit wem wir uns in der Vorrunde messen müssen, es wird nicht einfach. Es erwartet uns wegen der ungewöhnlichen Bedingungen ein schwieriges Turnier. Wir müssen mit dem Höhenunterschied klarkommen und wir spielen in der Winterzeit, das sind schon große Unterschiede zu den bisherigen Turnieren." Zunächst erfolgt am Freitag die Gruppenzusammenstellung im International Convention Centre von Kapstadt. Die Auslosung wird in 200 Länder auf der ganzen Welt übertragen, mit mindestens 150 Mill. TV-Zuschauern weltweit wird gerechnet.

Mittwoch wird über die Zusammenstellung entschieden

Am Mittwoch will das Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa bei einer Sitzung in Kapstadt über die genaue Zusammenstellung der vier Lostöpfe entscheiden. Schon jetzt steht fest, dass Gastgeber Südafrika am 11. Juni 2010 im Soccer City Stadium von Johannesburg das Eröffnungsspiel (A1-A2) bestreitet.

Neben Südafrika und Deutschland dürften auch Titelverteidiger Italien, Europameister Spanien, Rekord-Weltmeister Brasilien und Argentinien dem Lostopf der Fußball-Giganten angehören. Unter Vize-Weltmeister Frankreich, England oder den Niederlanden dürften die beiden weiteren Plätze verteilt werden. Acht Gruppen mit je vier Teams werden ausgelost.

"Ab dem Achtelfinale ist für uns immer alles möglich"

"Die Vorrunde bei einer WM ist für gewöhnlich leichter zu überstehen als die bei einer EM. Ab dem Achtelfinale ist für uns immer alles möglich. Ich glaube, dass Deutschland in Südafrika zum vierten Mal Weltmeister werden kann und dass wir gute Chancen haben, erstmals seit 1990 wieder den Titel zu gewinnen", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger dem SID.

Bei der Heim-WM 2006 hatte die DFB-Auswahl bei der Gruppenauslosung im Dezember 2005 in Leipzig durchaus Losglück. Costa Rica, Polen und Ecuador erwiesen sich auf dem Weg ins Achtelfinale nicht als Stolpersteine und waren die ersten Kapitel des Sommermärchens, das ganz Deutschland in seinen Bann zog. Eine leichte Gruppen-Konstellation mit Slowenien, Honduras und Chile ist für 2010 ebenfalls denkbar.

Fest steht bereits, dass die Löw-Mannschaft ihr Stammquartier im mondänen Velmore Grand Hotel zwischen Pretoria und Johannesburg aufschlagen wird. Das Quartier wird von Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Löws Assistenten Hansi Flick im Vorfeld der Auslosung nochmals in Augenschein genommen.

© SID

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