Fußball WM
DFB-Frauen leisten sich Nullnummer gegen England

Das Unternehmen Titelverteidigung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist bei der WM in China ein wenig ins Stocken geraten. Im zweiten Vorrundenspiel kam das DFB-Team gegen England nicht über ein 0:0 hinaus.

Die deutschen Frauen haben den vorzeitigen Einzug ins WM-Viertelfinale in China verpasst. Der Titelverteidiger kam in seinem zweiten Gruppenspiel in Schanghai gegen England nicht über 0:0 hinaus und benötigt nun im abschließenden Duell am Montag gegen Japan mindestens einen Zähler zum sicheren Weiterkommen. Im 17. Duell gegen Deutschland gelang den Britinnen nach zunächst 15 Niederlagen in Folge zum zweiten Mal in Serie ein torloses Remis.

"Wir haben gut gespielt, gut gearbeitet in Abwehr und Mittelfeld, aber leider hat etwas die Präzision und die Effektivität vor dem Tor gefehlt", meinte DFB-Trainerin Silvia Neid.

27 730 Zuschauer im Honkou-Stadion sorgten für echte WM-Atmosphäre. Die deutschen Frauen waren von Beginn an deutlich mehr gefordert als beim 11:0 gegen Argentinien. England stellte in einer spannenden Partie eine kompakte Hintermannschaft und eine spielstarke Offensive, in der Englands Trainerin Hope Powell immer wieder rotieren ließ und Superstar Kelly Smith als Speerspitze aufbot.

Doch die umgebaute Viererkette der Deutschen, in der Annike Krahn die verletzte Sandra Minnert ersetzte, ließ sich kaum aus der Ruhe bringen. Vor allem die 22-Jährige Krahn vom FCR Duisburg lieferte ein glänzendes WM-Debüt. Sie sorgte zudem per Kopf für die erste Chance des Spiels (5.). Doch auch auf der anderen Seite wurde es gefährlich. Torfrau Nadine Angerer unterlief einen langen Ball, den sie gerade noch zur Ecke ablenkte (7.).

Prinz zunächst abgemeldet

Die erste Halbzeit verlief ingesamt ausgeglichen. Die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz kam gegen Faye White und Anita Asante zunächst kaum zu Zuge. Auch ihrer fleißigen Sturmkollegin Sandra Smisek bot sich kaum die Möglichkeit zum Abschluss. Erst kurz vor der Pause hätten Kerstin Garefrekes (43.) und Prinz aus spitzem Winkel (44.) die Führung erzielen können.

In Hälfte zwei verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in Englands Hälfte, doch große Chancen blieben für die deutschen Mangelware. Fatmire Bajramaj ersetzte Melanie Behringer auf der linken Seite und sorgte bei ihrem WM-Debüt für neuen Schwung. Die beste Chance hatte dann aber wieder Deutschlands Rekord-Torschützin Birgit Prinz, die an Torfrau Rachel Brown scheiterte (73.). In der 82. Minute vergab auch Garefrekes gegen Brown.

© SID

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