Fußball WM
DFB-Frauen mit souveränem Sieg gegen die Schweiz

Deutschlands Fußballerinnen haben ihr WM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz souverän für sich entschieden. In Ulm gewann die Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid klar mit 4:0 (3:0).

Mit einem deutlichen Sieg haben Deutschlands Fußballerinnen das Erfolgsjahr 2005 beendet. Rund fünf Monate nach dem EM-Triumph bezwang das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid die Schweiz im WM-Qualifikationsspiel in Ulm mit 4:0 (3:0) und übernahm nach dem dritten Sieg in der dritten Partie aufgrund der besseren Tordifferenz die Führung in der Gruppe vier vor Russland (ebenfalls neun Punkte). Damit geht der Weltmeister mit "weißer Weste" in die Winterpause und greift erst wieder mit der Partie am 11. Mai 2006 in Cottbus gegen Irland in die Qualifikation für die WM 2007 in China ein.

"Ich habe gefordert, dass wir in den ersten Minuten ein Tor vorlegen, das ist gelungen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und viele Chancen herausgearbeitet. Nach dem Wechsel haben wir uns schwer getan, weil die Konzentration ein wenig nachließ", resümierte Neid und Torschützin Steffi Jones ergänzte nach ihrem 100. Länderspiel: "Wir wollten ungeschlagen bleiben. Jetzt können wir als Tabellenführer beruhigt in die Winterpause gehen."

Carlson trifft doppelt

Vor 15 637 Zuschauern im Donaustadion besiegelten Doppeltorschützin Britta Carlson (20., 62./Turbine Postdam), Jubilarin Steffi Jones (10./1. FFC Frankfurt) in ihrem 100. Länderspiel und Petra Wimbersky (36./Turbine Potsdam) den 17. Erfolg im 19. Spiel im Jahr 2005. Unter den Augen des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger war der Gastgeber bei seinem Jahresabschluss wie erwartet die klar dominierende Mannschaft, obwohl Neid unter anderem auf die angeschlagene EM-Torschützenkönigin Inka Grings (Muskelverhärtung im Oberschenkel) verzichten musste.

Doch für die in der Bundesliga mit 16 Saisontoren führende Duisburgerin sprang als Torschützin unter anderem Jones in die Bresche. Die Abwehrspezialistin köpfte ausgerechnet in ihrem Jubiläumsspiel ihren zehnten Treffer im Nationaltrikot. Für die 32-jährige Jones bleibt nach zwölf Jahren im DFB-Dress die Teilnahme an der WM 2007 in China das große Ziel. "Aber die Fitness muss stimmen. Ich will eine Stütze, keine Bremse sein", relativierte Jones, die als 14. deutsche Nationalspielerin den Sprung in den "Hunderter"-Klub schaffte.

Lingor mit starker Leistung

Angetrieben von einer ideenreichen Regisseurin Renate Lingor (1. FFC Frankfurt) erspielte sich die im Angriff rotierende DFB-Elf viele Chancen, konnte aber die Forderung von Neid nach schnellem Passspiel und einer guten Chancenverwertung nicht über die gesamte Spielzeit erfüllen. Bereits in den Partien der WM-Qualifikation gegen Russland (5:1) und Schottland (4:0) hatte der Olympia-Dritte nicht gänzlich überzeugen können. Den Treffern von Carlson, die ihre Länderspieltore drei und vier erzielte, und Grings-Vertreterin Wimbersky waren allerdings sehenswerte Kombinationen vorausgegangen. Deutschlands Nummer eins, Silke Rottenberg (FCR Duisburg), indes blieb gegen die phasenweise völlig überforderten Schweizerinnen fast beschäftigungslos.

Damit bleibt Ulm weiterhin ein gutes Pflaster für die deutsche Mannschaft, die 2001 im Donaustadion vor 18 000 begeisterten Fans den EM-Titel durch einen Sieg gegen Schweden (1:0 nach Golden Goal) gewonnen hatte. "So etwas vergisst man nicht. Das war mein bislang schönster Moment im Nationaltrikot", bekannte Jones, während das Duell mit der Schweiz auch bei "Bundestrainerin" Neid schöne Erinnerungen weckte. Gegen die Eidgenossinnen hatte die DFB-Auswahl 1982 das erste offizielle Länderspiel bestritten. Die damals 18-jährige Neid wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und erzielte das erste ihrer beiden Tore in diesem Spiel gleich mit dem ersten Ballkontakt.

© SID

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