Fußball WM
DFB-Frauen räumen Hürde Nordkorea aus dem Weg

Die deutschen Frauen stehen bei der Weltmeisterschaft in China im Halbfinale. Kerstin Garefrekes, Renate Lingor und Annike Krahn schossen einen sicheren 3:0 (1:0)-Erfolg im Viertelfinale gegen Nordkorea heraus.

Die deutschen Frauen stehen zum vierten Mal im Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Der Titelverteidiger besiegte in der Runde der letzten Acht den zweimaligen Asienmeister Nordkorea 3:0 (1:0). Damit ist Deutschland als erste Mannschaft in der Geschichte ohne ein Gegentor in ein WM-Halbfinale eingezogen. Gegner am Mittwoch in Tianjin (14 Uhr Mesz) ist entweder Gastgeber China oder Ex-Weltmeister Norwegen.

"Dieser Sieg ist überwältigend. Wir haben unsere Zugehörigkeit zur Weltklasse bewiesen", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger nach der besten Turnierleistung des Welt- und Europameisters gegen den Geheimfavoriten aus Asien.

Die deutschen Frauen zeigten in einem spannenden Spiel gegen einen starken zweimaligen Asienmeister ihre bislang beste Leistung beim Turnier. Zum vierten Mal blieb Torfrau Nadine Angerer dabei ohne Gegentor. Das ist noch keiner Torhüterin vor ihr bei einer WM gelungen.

Angerer im Tor überragend

"Das freut mich natürlich. Aber alle Mannschaftsteile haben heute toll zusammengearbeitet", sagte Angerer, die sich die Auszeichnung Spielerin des Spiels redlich verdiente. Denn Nordkorea zeigte 70 Minuten lang, weshalb die Auswahl zum Favoritenkreis gezählt wurde und stellte die Qualität der deutschen Torfrau mehrfach auf die Probe.

Doch nicht nur die Defensive erfüllte ihre Pflicht mit Bravour, auch in der Offensive nutzte die Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt konsequent ihre Chancen. Kerstin Garefrekes ließ drei Gegenspielerinnen mit einem Haken stehen und schlenzte den Ball nach 44 Minuten ins lange Eck zum 1:0. Angerers Klasse und eine Portion Glück verhinderten den möglichen Ausgleich, ehe Renate Lingor mit ihrem vierten WM-Tor (68.) ebenfalls per Schlenzer die Vorentscheidung markierte.

Beide Treffer bereitete einmal mehr die unermüdliche Sandra Smisek vor, die schon gegen Japan mit ihrer brillanten Technik Großchance um Großchance einleitete, aber der ein Treffer versagt blieb. "Meine Stärke ist es, die anderen in Szene zu setzen. So bin ich halt", sagte die Stürmerin.

"Die darf heute mal einen trinken"

Am dritten Treffer war Smisek hingegen nicht beteiligt. Nach einer Ecke von Melanie Behringer erzielte Annike Krahn in ihrem 28. Länderspiel ihr erste Tor im DFB-Trikot (72.). "Ecke, das Ding auf den Oberschenkel und reingemacht", sagte die Innenverteidigerin vom FCR Duisburg, die vor dem Spiel mehr spaßeshalber einen Treffer prophezeit hatte. "Die Annike muss aber keinen ausgeben. Die darf heute mal einen trinken - auf meine Kosten", sagte Trainerin Silvia Neid.

Für das Halbfinale am Mittwoch in Tianjin hat die Mannschaft reichlich Selbstvertrauen getankt. Es fehlen nur noch zwei Siege auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung, die noch keiner Mannschaft gelungen ist. Silvia Neid stellte fest: "Wir wollen an der Weltspitze kleben bleiben. Das ist uns gelungen. Jetzt ist nach oben alles offen."

© SID

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