Fußball WM
DFB plant Abkommen mit Frankreich für Frauen-WM

Deutschland möchte als einziger europäischer Bewerber ins Rennen um die Frauen-WM 2011 gehen, Frankreich zieht wahrscheinlich zurück. Die Konkurrenten heißen Australien, Kanada und Peru. Entschieden wird am 30. Oktober.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll Frankreichs Verband bei der Bewerbung zur Weltmeisterschaft der Männer 2016 unterstützen, dafür verzichten die Franzosen ihrerseits auf das Interesse an der Frauen-WM 2011. So lautet der Plan von DFB-Präsident Theo Zwanziger, der sich derzeit in Gesprächen mit den Franzosen befindet und "in absehbarer Zeit" eine Entscheidung ankündigt.

Das würde bedeuten, dass der DFB als einziger europäischer Bewerber ins Rennen um die Ausrichtung der Frauen-WM 2011 gehen wird. "Diesbezüglich bin ich guter Dinge. Wir werden unsere Kontakte im sachlichen Sinn nutzen", kündigte Zwanziger am Rande einer DFB-Gala nach dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauen gegen die Schweiz (7:0) am Mittwochabend in Koblenz an.

Neben Deutschland und Frankreich haben sich Australien, Kanada und Peru um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2011 beworben. Die Entscheidung über die Vergabe der 6. Frauen-Weltmeisterschaft wird nach zweimaliger Verlegung des Termins nun am 30. Oktober 2007 bei der Fifa in Zürich bekanntgegeben.

Einigung ist nahezu unverzichtbar

Zwanziger hält eine Einigung zwischen den beiden europäischen Verbänden und damit den Rückzug Frankreichs für nahezu unverzichtbar, "wenn Deutschland eine ernsthafte Chance auf die WM 2011 haben will".

Der DFB-Boss setzt dabei auch auf das Verhandlungsgeschick von Franz Beckenbauer als Mitglied im Exekutivkomitee des Weltverbandes Fifa sowie von Gerhard Mayer-Vorfelder, der als Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) sitzt und zudem als Uefa-Vize-Präsident fungiert.

"Kaiser" Beckenbauer hatte die Chancen Deutschlands auf die Ausrichtung der Frauen-Welttitelkämpfe in vier Jahren jüngst als "sehr gut" eingeschätzt. Zwanziger: "Wenn wir die WM 2011 bekommen, dann ist das ein Gemeinschaftsergebnis. Wir haben jedenfalls eine glänzende Bewerbung abgegeben."

Freundschaftsvereinbarung geplant

Ungeachtet der aktuellen Situation um die Frauen-WM will der DFB die deutsch-französische Freundschaft laut Zwanziger "wiederbeleben". Dazu soll beim DFB-Bundestag am 25./26. Oktober in Mainz, zudem auch der französische Uefa-Präsident Michel Platini eingeladen ist, eine Freundschaftsvereinbarung zwischen den beiden Verbänden unterzeichnet werden.

© SID

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