Fußball WM
Die WM-Splitter am 1. Juli

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Sonntag zusammengestellt. Mit dabei ist ein 21 Jahre alter Hamburger, der einen Freudensprung mit der Einlieferung ins Krankenhaus bezahlen musste.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Sonntag zusammengestellt.

SchlafstÖRung: Die Stars von Weltmeister Brasilien hatten in der Nacht vor ihrem Viertelfinale gegen Frankreich Probleme beim Einschlafen. Das lag weniger an Albträumen vor der "Equipe Tricolore" als vielmehr an der zentralen Lage ihres WM-Hotels in Frankfurt/Main. Denn vor dem Arabella Sheraton Grand Hotel feierte zunächst der deutsche Anhang mit Auto-Corsos und Hupkonzerten lautstark den Halbfinal-Einzug. Kurz vor Mitternacht taten es ihnen die Italiener in ähnlicher Intensität dann gleich. Nur gut, dass die "Selecao" am Samstag ausschlafen durfte.

Seitenwechsel: Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Isinbajewa ist während der WM erklärter Fußballfan, musste aber nach dem Viertelfinal-Aus der Ukraine gegen Italien (0:3) umschwenken. "Jetzt halte ich zu Brasilien. Die schaffen es bestimmt bis ins Finale. Das Endspiel wird Brasilien gegen Deutschland lauten, und die Brasilianer werden gewinnen", legte sich die russische Weltrekordlerin schon mal fest.

PRÄSidentenschreiben: Brasiliens Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva sprach der Selecao vor dem Viertelfinale gegen Frankreich in Frankfurt/Main in einem Schreiben Mut zu. Das Oberhaupt des südamerikanischen Landes wünschte dem Titelverteidiger für die Neuauflage des WM-Finales von 1998 viel Glück und gratulierte Spieler und Trainerstab zum bisherigen Erfolg.

Pech: Nach seinem Freudensprung beim gewonnenen Elfmeterschießen der deutschen Mannschaft gegen Argentinien landete ein 21 Jahre alter Hamburger im Krankenhaus. Er übersah einen Treppenabgang, stürzte hinunter, erlitt schwere Kopfverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Rache: Braunbär Bruno ist zwar tot, aber in den Herzen einiger Fußball-Fans lebt er weiter. Das wohl ungewöhnlichste Plakat im Berliner Olympiastadion beim deutschen Spiel gegen Argentinien war das mit der Aufschrift "Rache für Bruno".

Bestrafung: Der fußballverrückte Prinz Harry (21) darf das WM-Viertelfinale seiner Engländer gegen Portugal nicht am Bildschirm verfolgen. Diese harte Strafe erhielt er Medienberichten zufolge von seiner Freundin Chelsy Davy (21), weil er nach einer Party seine Ex-Freundin Natalie (28) geküsst haben soll. Zum Strafprogramm für dieses "Foul-Spiel" gehört, dass er mit Chelsy am Spieltag einen romantischen Ausflug unternehmen muss.

StromausfÄLLE: Nach Stromausfällen während des WM-Viertelfinales zwischen Deutschland und Argentinien ist es an mehreren Orten in Bangladesch zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere hundert aufgebrachte Fußball-Fans wollten ein Elektrizitätswerk in der Hauptstadt Dhaka stürmen, die Polizei musste mit Schlagstöcken vorgehen. Dabei wurden mindestens 20 Personen verletzt. Auch in den Städten Jamalpur und Shayestaganj kam es zu Auseinandersetzungen. Einen tragischen Zwischenfall gab es in Noakhali, wo ein argentinischer Fan einen Herzinfarkt erlitt und starb.

Auge: Nationalspieler Philipp Lahm brachte nach dem Argentinien-Spiel ein Veilchen am rechten Auge vom Rasen mit in die Mixed-Zone. Offenbar stammte das Andenken an den Fußballabend aber nicht von einem Zweikampf mit Julio Cruz, der in einem Kopfballduell Lahm den Ellbogen an den Kopf rammte, sondern von einer anderen Szene. So oder so kühlte Lahm die Schwellung mit einem mit Eis gefüllten Gummihandschuh.

Brunnenschutz: Der Brunnen auf dem Frankfurter Römerberg als zentraler Treffpunkt der Fußballfans aus aller Welt ist dem ständigen Ansturm nicht mehr gewachsen. Der Brunnen wurde deshalb mit Zäunen abgesperrt, damit die Fußball-Pilger nicht länger darin baden und auf der Justizia-Figur herumklettern können. Bevor die Zäune aufgestellt wurden, hatte Justizia selbstverständlich eine Deutschland-Fahne verpasst bekommen.

Musik: Die Berliner Fan-Meile erlebt am Sonntag einen klassischen Höhepunkt. Um 21.00 Uhr beginnt ein Konzert des Deutschen Sinfonieorchesters unter Leitung von Dirigent Ingo Metzmacher. Damit klingt das Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur Fußball-WM aus. Außerdem treten am 7. Juli bei "Football for a better world" ab 18.00 Uhr unter anderem die "Fantastischen Vier" und Xavier Naidoo auf.

Fanbotschaften: Der absolute Renner bei den WM-Besuchern in Deutschland sind die so genannten Fan-Botschaften in den zwölf Austragungsorten. Die insgesamt 17 Botschaften, die alle noch bis zum 9. Juli geöffnet sind, informieren unter anderem über preiswerte Unterkünfte und sind damit für alle jene Fans unentbehrlich, die wenig vorbereitet ins WM-Gastgeberland reisten.

Stippvisite: Nationalspieler Patrick Owomoyela schaute am Freitagabend im deutschen WM-Quartier in Berlin vorbei. "Ich freue mich wahnsinnig für die Mannschaft und vor allem für meine Teamkameraden von Werder Bremen" sagte er. Der von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nicht nominierte Rechtsverteidiger war erst kürzlich aus den USA zurückgekehrt, wo er als Co-Kommentator von Premiere die NBA-Finals mit Dirk Nowitzki besucht hatte.

Mittagsgebet: Unter dem Motto "Halbzeit" lud die Alte Nikolaikirche am Frankfurter Römerberg bei allen fünf WM-Spielen in der Stadt stets um 12.00 Uhr zum Mittagsgebet ein. Nachdem die Fans ihre Wünsche für die eigene Mannschaft gen Himmel sandten, ließ das Glockenspiel der Kirche bekannte Melodien erklingen. Am Samstag vor der letzten WM-Partie in Frankfurt/Main waren es entsprechend der Fan-Gruppen Lieder aus Brasilien und Frankreich.

© SID

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