Fußball WM
Die WM-Splitter am 11. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Samstag zusammengestellt. Unter anderem dabei: die deutsche Polizei als Aushilfs-Fahrdienst.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Sonntag zusammengestellt.

Sicherheit: Zwei deutsche Journalisten wurden vor der WM-Partie zwischen England und Paraguay (1:0) am Samstag in Frankfurt/Main von den strengen Sicherheitsvorkehrungen rund um das Spiel offensichtlich überrascht. Weil die beiden Medienvertreter eine Golf-Ausrüstung und einen Kasten Bier im Kofferraum ihres Autos hatten, wurde ihnen zunächst die Einfahrt ins Parkhaus der WM-Arena verwehrt. Nachdem sie beides in einem Gebäude in der Nähe des Stadions deponiert hatten, kamen die Medienvertreter doch noch rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion.

Eingeheizt: Die Deutsche Bahn hat der mexikanischen Nationalmannschaft am Samstag auf dem Weg vom WM-Quartier in Göttingen zum Spielort Nürnberg, wo "El Tri" am Sonntag auf den Iran traf, mächtig eingeheizt. Die Klimaanlage funktionierte nicht, erst, als die Mexikaner nach 45 Minuten der zweistündigen Reise den Wagen wechselten, wurde es besser.

Service: Die Dortmunder Polizei präsentierte sich vor dem Spiel von Trinidad und Tobago gegen Schweden an höchster Stelle als Freund und Helfer. Die Karosse des Staatspräsidenten von Trinidad und Tobago, Maxwell Richards, hatte auf dem Weg zum Stadion eine Panne. Die Polizei sprang ein und chauffierte Richards und seine Frau in einem Streifenwagen zum Stadion.

Ticketdiebe: Schock für zwei mexikanische Fans. Nach der Rückkehr in ihr Hotelzimmer in der Innenstadt von Nürnberg stellten die beiden fest, dass Diebe ihre Eintrittskarten für fünf WM-Spiele und ihr gesamtes Bargeld aus dem Zimmer entwendet hatten. Die Polizei ermittelt.

Benefiz: Auch ARD, ZDF oder RTL nutzen die bayerische Kulisse im IBC. Bei der Premiere von "Waldis WM-Club" am Samstag verewigten sich alle prominenten Studiogäste auf einem der 16 bayerischen Löwen, der am Ende zu Gunsten der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks für Kinder in aller Welt versteigert wird. Mit Harald Schmidt, Paul Breitner, Heiner Lauterbach und den Sportfreunden Stiller lockte Waldemar Hartmann 2,75 Mill. Zuschauer (19,2 Prozent Marktanteil) zu später Stunde im Ersten vor den Bildschirm.

Taube Ohren: Ein glühender Appell von Verbandschef Saburo Kawabuchi an die Ehre der japanischen Nationalmannschaft ist beim brasilianisch-stämmigen Mittelfeldspieler Alex auf taube Ohren gestoßen. "Ich musste unseren Übersetzer fragen, was er erzählt. Ich hatte keinen blassen Schimmer, wovon er geredet hat", sagte Alex, der trotz der bereits 2001 erfolgten Einbürgerung nur "mittelmäßig" japanisch spricht und versteht.

Hobby-Philosoph: Stammspieler ist Alessandro Del Piero in der italienischen Auswahl nicht mehr, doch um aus dem Leistungsloch rauszukommen, ist der Starstürmer offenbar unter die Hobby-Philosophen gegangen. "Ich habe darüber nachgedacht, wie ich war, als ich angefangen habe, Fußball zu spielen. Und nun will ich das, was ich war, und das, was ich wurde, zusammenbringen", sagte der 31-Jährige: "Ich bin auf Berge gestiegen, um Dinge rauszufinden, die schon Achilles erforscht hat. Das Wichtigste ist nicht, wie viele Kriege du führst, sondern wie du sie führst."

LÖWE AUF Abwegen: Die 16 bayerischen Löwen auf der Bayern Plaza im Internationalen Broadcasting Centre (IBC) in München kommen bei den in- und ausländischen TV-Stationen als Motive für Einstellungen, Schalten und Interviews so gut an, dass einer davon spontan nach Argentinien "verschleppt" wurde. Fox Sports wollte den Löwen gar nicht mehr hergeben und baute ihn als zentrales Erkennungs-Element in seinen Trailer ein.

Bierdurst: Die Spieler der englischen Nationalmannschaft rissen sich am Samstag in Frankfurt beim 1:0 gegen Paraguay bei 30 Grad Celsius auf dem Spielfeld um die Wasserflaschen, die Spielerfrauen wählten auf der Tribüne schon vor dem Spiel lieber Gerstensaft. Wayne Rooneys Verlobte Coleen Mcloughlin kämpfte mit mehreren Halbliterbechern Bier gegen die urplötzlich einsetzende Hitze. Anschließend wurde die 20-Jährige dabei beobachtet, wie sie gemeinsam mit der Verlobten von Steven Gerrard, Alex Curran, die 90 Minuten zumeist kichernd verbrachte.

Oranje-Kolonne: Für große Begeisterung sorgte am Sonntag eine Gruppe niederländischer Fans in Leipzig vor dem Auftaktspiel gegen Serbien und Montenegro. Die fahnenschwenkenden Anhänger des zweimaligen WM-Finalisten hatten zwölf alte Trabis gekauft, natürlich in Oranje umlackiert und eine Wagenkolonne durch die Stadt gestartet.

VerzÖGerung: Auch die Reitsport-Fans beim Turnier im niederländischen De Steeg bei Arnheim mussten der Fußball-WM Tribut zollen. Wegen der Übertragung des ersten WM-Spiels desoranje-Teams am Sonntag in Leipzig gegen Serbien und Montenegro wurde der Große Preis der Springreiter kurzerhand unterbrochen. Erst nach Spielende wurden der zweite Umlauf und das Stechen durchgeführt.

Zuversicht: Auf der Mannschaft von Frankreich lastet bei der WM-Endrunde in Deutschland ein besonderer Erwartungsdruck. Laut einer Umfrage des Ifop-Institutes in Paris glaubt jeder dritte Franzose fest an den zweiten Titelgewinn der "Equipe tricolore" nach 1998. Wie die Mehrheit seiner Landsleute denkt auch Nationaltrainer Raymond Domenech, der am Wochenende bekräftigt hatte, das für ihn "einzig und allein der Titel" zähle.

Brooklyn: David Beckhams siebenjähriger Sohn Brooklyn war am Samstag beim Sieg gegen Paraguay der einzige Engländer im Stadion, der nach Ende der 90 Minuten traurig und tränenüberströmt auf der Tribüne der Frankfurter WM-Arena saß. Da konnte auch Mama Victoria, die ihren Erstgeborenen beinahe während des gesamten Spiels auf ihrem Schoß sitzen hatte, nur noch trösten. Offenbar enttäuschte Brooklyn, dass er voraussichtlich länger als nur bis zum Ende der Vorrunde auf seinen Papa verzichten muss.

© SID

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