Fußball WM
Die WM-Splitter am 12. Juni

König Fußball regiert das Land. Dabei schlagen nicht nur die Fans manchmal über die Strenge. Auch ein Trainer wurde bereits beim Rauchen erwischt.
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Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Montag zusammengestellt.

Durstig: sieben Flaschen Moet-Champagner, zwölf Flaschen Bier, 14 Wodka Lemon, neun Wodka Red Bull, fünf Aperol, vier Sambuca Molinari, 1 Bacardi Cola, drei Zigarren und jede Menge Spaß für insgesamt 643,50 Euro: Englands Spielerfrauen haben sich die Party nach dem gelungenen WM-Auftakt ihrer Männer gegen Paraguay (1:0) in einem Klub in Baden-Baden einiges kosten lassen. Gerüchten zufolge soll sich allerdings Victoria Beckham über Stunden mit einer Flasche Mineralwasser begnügt haben.

Jubelverbot: 40 000 Buddhisten-Mönche in Kambodscha müssen ihre Emotionen während der Übertragungen der Fußball-WM zügeln. Non Nget, oberster Glaubensbruder, sprach ein generelles Jubelverbot aus. Bei zu stürmischer Begeisterung droht sogar der Entzug des Mönchsstatus". Generell verbieten ließen sich die WM-Übertragungen allerdings nicht. "Die neuen Technologien sind so weit, dass man jedes Spiel immer und überall live sehen kann", monierte Nget.

Verdopplung: Mit einer ungewöhnliche Begründung für seine Zuversicht ließ Südkoreas Verteidiger Lee Young-Pyo vor dem Auftaktspiel gegen Togo am Dienstag aufhorchen. "2002 waren nur sechs unserer Spieler Christen. Diesmal sind es zwölf. Das wird unsere Mannschaft deutlich stärker machen. Ich glaube, dass Jesus mir ein gutes WM-Ergebnis schenken wird."

FAN-Invasion: Zum ersten WM-Spiel im Gottlieb-Daimler-Stadion am Dienstag (18.00 Uhr) zwischen Frankreich und der Schweiz werden in Stuttgart zwischen 50 000 und 60 000 Fans aus den beiden Ländern erwartet. Während sich rund 30 000 Schweizer vor allem mit mehr als 500 Bussen aufmachen wollen, werden am Stuttgarter Flughafen 20 Charterflüge aus Frankreich mit rund 5 000 Fans erwartet. Zu der Begegnung der beiden Nachbarländer Baden-Württembergs hat sich auch der französische Ministerpräsident Dominique de Villepin in Stuttgart angekündigt.

Agora: Nach vier Tagen und über 40 Stunden Montagezeit ist am Neptunbrunnen auf dem Berliner Alexanderplatz die Fußball-Agora fertiggestellt worden. Rund 2000 Arbeitsstunden hat der gebürtige Schwabe Martin Keck investiert, bis sein Beitrag zum Kunst- und Kulturprogramm der Fußball-Weltmeisterschaft beendet war. Keck malte, glasierte und brannte 85 Motive aus der Welt des Fußballs auf 470 Keramiken von jeweils 60x90 cm Größe und zehn kg Gewicht, von denen 384 ausgewählt und nun zu acht sechseckigen, fünf Meter hohen Säulen, die einen Kreis - die Agora - bilden, zusammengesetzt wurden.

Rauchverbot: Der mexikanische Verband muss sich auf eine deutliche schriftliche Erinnerung der Fifa gefasst machen: In den Stadien herrscht Rauchverbot. Pech, wenn man dann als Trainer immer wieder im Fernsehen als Kettenraucher enttarnt wird. So geschehen mit Mexikos Trainer Ricardo la Volpe beim 3:1 gegen den Iran.

Musik: Ein ungewohntes Bild: Die holländischen Fans in Leipzig hatten keine Blaskapelle dabei! Den Grund kannte keiner, gut möglich, dass es den Holländern verwehrt wurde, ihre Instrumente mit ins Stadion zu nehmen. Immerhin untersagt die Fifa ja auch das Mitbringen von Plastikflaschen. Könnten als Wurfgeschoss benutzt werden.

KÜNstlername: Da wunderte sich so mancher Kenner: Bei Angola lief mit der Nummer 18 ein Cabungula auf, bei Mexiko mit der Nummer sieben ein Herr Nelson. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um die "richtigen" Namen. Bekannter sind die beiden unter ihren Künstlernamen Love und Zinha.

Rollendes Hotel: Einige findige Journalisten aus Übersee und Asien haben eine pfiffige Möglichkeit entdeckt, Hotelkosten zu sparen: Da die Bahn die Journalisten gratis 1. Klasse fahren lässt, nehmen sie nach den Spätspielen einen Nachtzug und rollen so dem nächsten Spiel entgegen.



Ablenkung: Die portugiesischen Nationalspieler Fernando Meira, Ricardo Carvalho, Tiago, Hugo Viana und Ricardo Costa lenkten sich am Montag bei den Gerry Weber Open im ostwestfälischen Halle einen Tag nach ihrem 1:0-Auftaktsieg bei der WM gegen Angola ab. Allerdings brachten sie den deutschen Tennisprofis kein Glück, denn Alexander Waske (Frankfurt/Main) und Philipp Kohlschreiber (Bamberg) schieden in der ersten Runde des Rasenturniers aus.

GÄSTE: Schauspieler Joachim Krol, Literaturkritiker Hellmuth Karasek und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck sind am Dienstag ab 23.30 Uhr zu Gast in "Waldis WM-Club" in der ARD. Aus Berlin zugeschaltet wird außerdem Harald Schmidt. Waldemar Hartmann war mit 2,75 Mill. Zuschauern (19,2 Prozent Marktanteil) erfolgreich in seine WM-Sendung eingestiegen. Für Mittwoch sind Wladimir und Vitali Klitschko, Toni Polster und Harald Schmidt in sein "Vereinsheim" auf die "Bayern Plaza" im IBC in München eingeladen.

© SID

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