Fußball WM
Die WM-Splitter am 14. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Mittwoch zusammengestellt. Unter anderem dabei: Eine besondere Fanfreundschaft zwischen Kroaten und Brasilianern.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Mittwoch zusammengestellt.

Tanzduell: Wenn sich da mal keine Fanfreundschaft fürs Leben gebildet hat. Auf der Berliner Fanmeile stimmten sich am Dienstag ein Brasilianer und ein Anhänger der kroatischen Nationalmannschaft mit einer Tanz-Einlage auf die Partie zwischen ihren beiden Teams ein. Während der Brasilianer auf seiner Trommel schlagend die Hüften zu heißen Samba-Rhythmen kreisen ließ, entblätterte sich der Kroate bis auf die rot-weiß-karierte Unterhose. Minutenlang lieferten sie sich ein Duell, das erst beim Besuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in der Fanbotschaft beendet werden musste.

Trikottausch: Gefragtester Spieler nach Brasiliens dürftigem 1:0-Auftakterfolg über Kroatien war "Arbeitsbiene" Emerson - zumindest für die Brüder Kovac. Zur Pause tauschte der von Hertha BSC Berlin nach Salzburg wechselnde Niko sein Trikot mit dem des Mittelfeldspielers von Italiens Meister Juventus Turin. Nach der Begegnung schnappte sich Robert das durchschwitzte Hemd seines Klubkollegen.

Durstig: Nur noch als Beifahrer kann ab sofort der Chef des angolanischen Fernsehens den Spuren des WM-Neulings folgen. Der TV-Boss wurde in Hannover von einer Polizeistreife beobachtet, als er am Steuer eines Mercedes-Benz vier Kreuzungen bei roter Ampel überquerte. Eine Alkoholprobe bei dem 43 Jahre alten TV-Boss ergab 1,26 Promille.

Diplomaten: Die Stadt Hamburg nutzt das WM-Spiel zwischen Costa Rica und Ecuador zur Werbung in eigener Sache auf diplomatischem Parkett. Vor der Partie am Donnerstag gibt es vormittags im Rathaus einen offiziellen Empfang. Spieler und Offizielle der Teams sind dabei nicht zugegen, aber die Botschafter beider Länder und mehr als 200 Delegierte aus beiden lateinamerikanischen Staaten. Die Hamburger Überseewirtschaft hat traditionell großes Interesse am Handel mit Amerika.

Feijoadas: Für seine schwache Leistung beim mühsam erspielten 1:0-Sieg der Brasilianer über Kroatien bekam der dreimalige Weltfußballer Ronaldo auch im Berliner Cafe do Brasil sein Fett weg. "Der hat zu viel Feijoadas gegessen", schimpft einer auf Portugiesisch. Das traditionelle brasilianische Gericht aus Bohnen und verschiedenen Fleischsorten gab es auch in dem brasilianischen Cafe. Am Buffet konnten die Gäste essen wie die Weltmeister, schließlich stehen sie ja nicht auf dem Platz. Anders Ronaldo: Nach 69 Minuten Verdauungsspaziergang wurde der 29-Jährige von Coach Carlos Alberto Parreira aus dem Spiel genommen.

Flagge Zeigen: Im Gegensatz zu Berlin und einigen anderen Bundesländer, die ihren Polizeikräften untersagt haben, die deutsche Flagge am Dienstfahrzeug zu hissen, ist dies in Baden-Württemberg kein Problem. Vielmehr verkehren dort zahlreiche Polizeistreifen mit schwarz-rot-goldener Flagge.

UnterstÜTzung: Ghanas Journalisten haben ihrer Nationalmannschaft auf einer Pressekonferenz Mut zugesprochen. Statt Fragen zu stellen, hielt ein einheimischer Medienvertreter im Namen seiner Kollegen eine flammende Laudatio auf die "Black Stars". "Egal, ob ihr in der Vorrunde ausscheidet oder ins Halbfinale kommt: Wir sind stolz auf euch", sagte er. Die anwesenden Spieler bedankten sich artig.

Wahre Freunde: Die Welt zu Gast bei Freunden. Dieses Motto beherzigten auch die deutschen Sportjournalisten. Im Vorfeld des WM-Gruppenspiels in Dortmund spielte ein bunt zusammengwürfelter Haufen des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) gegen die Kollegen aus Polen 2:2 (1:0). Der Ausgleich für die Gäste fiel in der letzten Minute. "Das ist das erste Mal, dass die Deutschen in der letzten Minute bei einem Turnier einen Gegentreffer bekommen", witzelte einer aus dem polnischen Team.

Grosse Ehre: Große Ehre für Zinedine Zidane: Der französische Superstar wird im St. Jakob-Park in Basel auf der größten Filmleinwand der Schweiz präsentiert. 5 000 Zuschauer werden zum 90-minütigen Film "Zidane a 21st Century Portrait" erwartet. Zur Einstimmung auf den Streifen findet ein Live-Konzert statt. Der dreimalige Weltfußballer wird seine Karriere nach der WM in Deutschland beenden.

Sprachlos: Wenigstens einmal hatte Trainer Oleg Blochin am Mittwoch in Leipzig etwas zu lachen. Bei der Pressekonferenz nach der blamablen 0:4-Niederlage seiner ukrainischen Mannschaft gegen Spanien unterbrach eine Fifa-Beauftragte den Redefluss des 53-Jährigen, weil die Simultanübersetzer noch nicht im Studio saßen. Die Kopfhörer der des Russischen nicht mächtigen Journalisten blieben zunächst stumm. Der frühere Stürmer reagierte milde lächelnd und applaudierte spontan. Die Fifa-Mitarbeiterin verschob nach der Peinlichkeit den Beginn der Spielanalyse um fünf Minuten. Dann waren auch die Übersetzer am Platz.

© SID

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