Fußball WM
Die WM-Splitter am 28. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Splitter am Mittwoch zusammengestellt. Dabei ist nach einer zehnmonatigen Sammelaktion aus über 1 000 Einzeltrikots das größte Trikot-Puzzle der Welt entstanden.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Splitter am Mittwoch zusammengestellt.

Wahre GRÖSSE: Nach einer zehnmonatigen Sammelaktion ist aus über 1 000 Einzeltrikots das größte Trikot-Puzzle der Welt entstanden. Der Hamburger Sportbund (HSB) wird das überdimensionale Hemd mit einer Fläche von 330 Quadratmetern am kommenden Samstag an der Außenalster präsentieren.

Struwwel-Klinsmann: Auch den "Struwwelpeter" hat das WM-Fieber gepackt. "Leute, sprach der Klinsmann Jürgen, nicht bloß treten, foulen, würgen!", lautet eine Weisheit der Parodie. Zwei Autoren mit den Pseudo-Namen Karg und Korn nahmen eines der bekanntesten Kinderbücher auf die sportliche Schippe. Da werden aus dem "Daumenlutscher" zum Beispiel die "Dauertreter", aus "Paulinchen" wird Keeper Oliver Kahn, der zwar nicht allein zu Haus, aber allein im Tor steht. Das 20-seitige Heft "Der WM-Peter" ist im Heinrich-Hoffmann-Museum in Frankfurt/Main für sechs Euro zu erhalten.

Erweiterung: Je näher das Ende rückt, desto mehr konzentrieren sich die Medien auf die verbleibenden Spiele. Das deutsche Organisationskomitee trägt dem Rechnung: Bei den Halbfinalspielen in München und Dortmund wird die Pressetribüne von 600 auf jeweils 2000 Plätze erweitert, beim Endspiel in Berlin gar auf 3 000 verfünffacht.

Tore: Die Torjäger der Fußball-Weltmeisterschaft haben sich bislang nicht von ihrer besten Seite präsentiert. 132 Treffer fielen in den 56 Vorrunden- und Achtelfinal-Partien, womit die durchschnittliche Quote von 2,36 Toren pro Spiel deutlich unter der Marke von vor vier Jahren liegt. In Südkorea und Japan waren zum gleichen Zeitpunkt 15 Treffer mehr gefallen. Die schlechteste Torquote (2,21) wurde 1990 in Italien aufgestellt. In der Torjägerliste führte der Bremer Miroslav Klose mit vier Treffern, gefolgt von einem Sextett (Hernan Crespo, Maxi Rodriguez/beide Argentinien, Ronaldo/Brasilien, Lukas Podolski/Deutschland, Fernando Torres, David Villa/beide Spanien) mit drei Toren.

Zuschauer: 2 893 000 Mill. Fans strömten bislang zu den WM-Partien in den zwölf Stadien, was eine Auslastung von 100 Prozent bedeutet. Der Zuschauerschnitt beläuft sich damit auf 51. 660 Fans pro Spiel und dürfte angesichts der höheren Kapizitäten in den Arenen für die letzten acht Partien noch ein wenig ansteigen. Vor vier Jahren lag der Zuschauerschnitt zum gleichen Zeitpunkt bei 40 976 Fans pro Spiel. Der Zuschauerrekord bleibt für die WM in Deutschland aber auch bei einer weiteren Auslastung von 100 Prozent unerreichbar. Bei der Endrunde in den USA strömten 68 604 Zuschauer pro Spiel in die riesigen Stadien.

Platzverweise: Die Gangart wird härter. Wurden 2002 bis zum Viertelfinale noch 16 Spieler (6-mal Gelb-Rot, 10-mal Rot) vom Platz gestellt, mussten diesmal bereits 23 Akteure vorzeitig das Feld verlassen. Trauriger Höhepunkt waren die vier Platzverweise im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden (1:0), ein Negativ-Rekord in der WM-Geschichte.

Elfmeter: 15-mal zeigten die Schiedsrichter bislang auf den Elfmeterpunkt, genau dreimal weniger als 2002. Dabei wurden elf der 15 Strafstöße verwandelt. Die Quote (0,73) entspricht in etwa der Marke von 2002 (0,72). In der Partie zwischen der Ukraine und der Schweiz kam es zum 17. Elfmeterschießen der WM-Geschichte. Mit dem 0:3 blieb die Schweiz als erstes Team dabei ohne eigenen Treffer im Elfmeterschießen. Deutschland und Argentinien sind die erfolgreichsten Teams vom ominösen Punkt. Beide sind ungeschlagen und gewannen dreimal.

Rekorde: Der brasilianische Stürmerstar Ronaldo ist zum WM-Rekordtorschützen aufgestiegen. Der Weltmeister von 1994 und 2002 erzielte seine Endrunden-Treffer Nummer 13 bis 15 und übertraf damit die alte Bestmarke von Gerd Müller (14). Sein ehemaliger Trainer Luiz Felipe Scolari verbuchte derweil mit dem 1:0-Sieg der Portugiesen gegen die Niederlande seinen elften WM-Sieg in Folge als Trainer und stellte damit eine einsame Bestmarke auf. Sieben Siege in sieben Partien erzielte Scolari mit seinem Heimatland Brasilien 2002, in Deutschland ließ er bis dato vier weitere Siege folgen. Ohne Gegentor, und dennoch ausgeschieden - das schafften die Schweizer als erste Mannschaft der Turniergeschichte. Die Eidgenossen blieben in 390 Minuten ohne Gegentreffer und mussten sich erst im Elfmeterschießen beim WM-Achtelfinale gegen die Ukraine (0:3) geschlagen geben.

© SID

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