Fußball WM
Die WM-Splitter vom 5. Juli

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom Mittwoch zusammengestellt. Die brasilianische Nationalmannschaft benötigte nicht nur 300 Paar Fußballschuhe, sondern auch jede Menge Bananen in ihrer Kabine.

Shoppingnacht: Zum Ausklang der Fußball-WM wird die Stadt Frankfurt/Main ihre WM-Gäste am Samstag stimmungsvoll verabschieden. Bis Mitternacht werden an der Hauptwache vielfältige Länderpräsentationen von 19 WM-Nationen, darunter Argentinien, Australien, Brasilien, Ecuador, Frankreich, Korea und Tschechien gezeigt. Neben dem facettenreichen Kulturprogramm samt internationaler Gastronomie lockt die Shoppingnacht: Viele Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt werden bis 24.00 Uhr geöffnet haben.

Fahrrad: Ex-Nationaltorhüter Toni Schumacher fuhr am Dienstagabend vor dem Abpfiff des WM-Halbfinales zwischen Deutschland und Italien mit dem Fahrrad von der Dortmunder WM-Arena zum Hauptbahnhof. Dort musste der zweimalige Vize-Weltmeister (1982 und 1986) den Nachtzug erreichen, der ihn nach Berlin brachte. Am Mittwochmorgen war er nämlich im Morgenmagazin wieder für das ZDF im Einsatz. Den Rest der Verlängerung sah das Kölner Torhüter-Idol im Übrigen in der Lounge am Hauptbahnhof im Beisein von zehn Bahn-Mitarbeitern im Fernsehen.

Snack DE Brasil: Banane mit Honig wird bei dieser WM nicht als Trainings-Snack der Gewinner eingehen. Ein als Betreuer eingesetzter Mann aus dem Taunusstädtchen Königstein, in dem die brasilianische Nationalmannschaft zu Beginn des Turniers residierte, hat ausgeplaudert, was sich in der Kabine der Selecao befand. 300 Paar Fußballschuhe und Bananen mit Honig.

Pokale: Insgesamt 1 500 Kristallpokale hat eine kleine Firma aus dem thüringischen Geschwenda im Auftrag des WM-OK als offizielles Präsent in verschiedenen Varianten produziert. Die 35 Zentimeter hohe 5,5-kg-Version ist an alle teilnehmenden Nationen sowie die deutschen Veranstalterorte verschenkt worden. Die 230fach angefertigte 24-cm-Pokal mit den Namen der Teilnehmerländer im Sockel und dem WM-Ball "Teamgeist" wird als Dankeschön an zahlreiche Funktionäre vergeben. 1 000 15-cm-Versionen werden vom OK in alle Welt verteilt.

Hungrig: Die Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Chefkoch Saverio Pugliese und seine sechs Mitarbeiter in den vergangenen WM-Wochen ordentlich auf Trab gehalten. Durchschnittlich verbrauchte der DFB-Tross täglich rund acht Kilogramm Nudeln, zwölf Kilogramm Fisch und fünf Kilogramm Fleisch. Nach der WM wird der Italiener mit der Crew in sein Restaurant nach Neu-Isenburg bei Frankfurt/Main zurückkehren. Dort warten schon die nächsten hungrigen Gäste.

Schussschwach: Für Just Fontaine steht fest, warum die Stürmer bei dieser WM so selten getroffen haben. "Ich habe 1958 20 Mal aufs Tor geschossen und 13 Mal getroffen. Es gibt keinen Torwart, den man nicht bezwingen kann, aber die heutigen Stürmer schießen einfach zu schlecht. Die treffen das Tor zu selten", sagte der 72-Jährige in einem Zeitungsinterview. Der bislang erfolgreichste Torschütze bei der WM 2006 ist der deutsche Nationalstürmer Miroslav Klose mit fünf Treffern. Fontaines Rekord von 13 Toren bei einem Turnier dürfte vorerst Bestand haben.

Durchbruch: Ein lauter Knall unterbrach am Mittwoch die Pressekonferenz der italienischen Mannschaft in der Duisburger MSV-Arena. Ein hölzerner Arbeitstisch war unter dem Gewicht der Journalisten zusammengebrochen. Kein Problem für Trainer Marcello Lippi: "Das ist eure Sorge. Jetzt müsst ihr eben mal etwas stehen", kommentierte der "Mister".

IM Einsatz: Zusammen mit Bundeswehr-Soldaten bei ihrem Einsatz im Kongo hat Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung am Dienstag die deutsche Halbfinal-Niederlage gegen Italien erlebt. "Kaum lässt man die Berliner Kollegen mal alleine, geht das Spiel verloren", meinte der Politiker nach der Partie scherzhaft. Im Kongo bereitet eine 80 Mann starke Truppe derzeit den viermonatigen Einsatz von rund 800 Bundeswehrsoldaten vor. Deren Aufgabe wird es sein, die Evakuierungen im Raum Kinshasa sicherzustellen.

Frust: Aus Frust über die deutsche Halbfinal-Niederlage gegen Italien hat ein 46 Jahre alter Aachener seinen Flachbildschirm auf einen Autokonvoi mit italienischen Fußball-Fans geworfen. Die Autos und ein folgender Linienbus konnten einem Treffer nur durch eine Vollbremsung entgehen. Zuvor hatte der alkoholisierte Fußball-Anhänger leere Bierflaschen aus dem Fenster seiner Wohnung geworfen. Die Polizei nahm ihn fest.

© SID

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