Fußball WM
Domenech und Coupet streiten bei Spaziergang

Während eines Gletscher-Spazierganges ist es bei der französischen Nationalmannschaft zu einem Streit zwischen Trainer Raymond Domenech und Torwart Gregory Coupet gekommen. Der Keeper verließ anschließend das Teamlager.

Bei der französischen Nationalmannschaft ist die Vorbereitung auf die WM von einem Zwischenfall gestört worden. Betroffen ist davon auch das bevorstehende 100. Länderspiel von Superstar Zinedine Zidane, der auf seiner Abschiedstour am Samstag (21.00 Uhr/live bei Eurosport) in der Partie gegen Mexiko zum letzten Mal im Stade de France auflaufen wird.

Streit zwischen Domenech und Coupet

Bei einem Spaziergang der "Equipe Tricolore" in 3000m Höhe auf einem Gletscher in Tignes war es zu einem heftigen Streit zwischen Nationaltrainer Raymond Domenech und der Nummer zwei, Gregory Coupet, zur Entscheidung in der Torwartfrage gekommen.

Schon nach wenigen Metern auf der Gletscher-Tour hatte Fabien Barthez, den Domenech an Stelle von Coupet zur Nummer eins ernannt hat, über Schmerzen in der Wade geklagt und war nach Tignes zurückgekehrt. Coupet, der von vielen Experten und Fans als der stärkere Torwart angesehen wird, suchte daraufhin das Gespräch mit dem Trainer. Dabei soll der Schlussmann von Abonnement-Meister Olympique Lyon die Form von Barthez und Domenechs Wahl kritisiert haben.

Coupet packte seine Sachen

Nach dem Ausflug packte Coupet seine Koffer, stieg in sein Auto und verließ mit seiner Familie das französische Lager. Erst nach einer knappen Stunde und vielen Telefongesprächen machte er seinen Entschluss rückgängig, berichtete die Sportzeitung L´Equipe.

"Er hat die Nerven verloren, so etwas passiert. Aber er ist zurückgekommen, und niemand macht viel Aufhebens darum", sagte Domenech. Ein Teamsprecher der Franzosen hatte kurz zuvor noch dementiert: "Seit das Camp begonnen hat, haben es auch andere Spieler für eine Weile verlassen. Da ist nichts Schlimmes dran." Eine Abreise von Coupet hätte dazu geführt, dass Frankreich nur mit zwei Torhütern zur WM gefahren wäre, weil nur verletzte Spieler im WM-Aufgebot ersetzt werden können.

"Es ist ein mystisches Stadion"

Durch das Aufflammen des Konflikts in der Torwartfrage verkam das Jubiläum des dreimaligen Weltfußballers Zidane ein wenig zum Randthema. Im Januar 1998 hatte der Mittelfeldstar zur Eröffnung des Stade de France das spektakuläre Tor des Tages zum 1:0 gegen Spanien erzielt. Sechs Monate später krönte er Frankreich mit zwei Toren zum 3:0 im Finale gegen Brasilien zum Weltmeister. "Es ist ein mystisches Stadion. Dort zu spielen, bedeutet mir sehr viel. Ich hoffe, dass es eine gute Party wird", sagte Zidane, der seine Karriere nach der WM-Endrunde in Deutschland beenden wird.

"Es wird kein Abschied. Wir haben danach noch die WM. Und für mich ist es ohnehin der Beginn von etwas Neuem", ergänzte der 33-Jährige, der in seinen bisher 99 Länderspielen 28 Tore erzielte und bei der WM "sieben Spiele" bestreiten will.

© SID

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