Fußball WM
Dunga darf durchatmen

Die "Selecao" liegt in der WM-Qualifikation wieder voll im Plan. Durch ein 3:0 in Chile kletterte Brasilien auf Platz zwei der Südamerika-Gruppe und nahm den Druck von Coach Dunga.

Luis Fabiano hat bei der 3:0 (2:0)-Gala von Rekordweltmeister Brasilien in Chile seinem Spitznamen "Fabuloso" alle Ehre gemacht und dem zuletzt stark unter Druck geratenen Nationaltrainer Dunga einen schönen Abend beschert. "Mit diesem Spirit besiegen wir jeden", tönte der 27-Jährige vom spanischen Erstligisten FC Sevilla.

Mit dem ersten Auswärtssieg in den laufenden Eliminatorias katapultierte sich der fünfmalige WM-Champion, der nach den vier Samstagsspielen der siebten Runde auf den sechsten Rang zurückgefallen war, zum ersten Verfolger von Spitzenreiter Paraguay (14 Punkte). Die "Selecao" ließ mit nun zwölf Zählern dank der besseren Tordifferenz auch den punktgleichen Erzrivalen Argentinien hinter sich.

Dunga dankt Luis Fabiano

Der nach dem verpassten Olympiagold vom Jobverlust bedrohte Dunga hofft, dass nach dem Erfolg nun wieder Ruhe einkehrt, gestand aber mit kritischem Unterton: "Wir haben immer drei Pflichten: gewinnen, viele Tore schießen und ein Spektakel abliefern. Wir sind die Einzigen, die das müssen."

Sein Dank galt vor allem Jobretter Luis Fabiano, der die Gala mit seinen Treffern in der 21. und 83. Minute umrahmte und zudem Robinho (45.), der in seinem fünften Auftritt gegen die "Rojas" zum siebten Mal traf, mustergültig zum 2:0 auflegte. Vom Offensiv-Trio ging nur Milan-Star Ronaldinho, der in der 36. Minute mit einem Foulelfmeter an Chiles Schlussmann Claudio Bravo scheiterte, leer aus.

Kurz nach der Gelb-Roten Karte gegen Linksverteidiger Kleber (47.) musste der zweimalige Weltfußballer gar für einen Defensivspieler Platz machen. Bei den Hausherren, die trotz der Unterstützung von über 62 000 Zuschauern im Nationalstadion von Santiago der "Selecao" zum sechsten Mal in Folge bei nun 1:22-Toren unterlagen, sorgte Jorge Valdivia (62.) mit seinem Platzverweis wieder für numerische Ausgeglichenheit.

Diego: "Ich wusste, dass dieser Tag kommt"

Von den Bundesliga-Legionären auf dem Platz glänzte vor allem der stets anspielbereite Diego. "Ich glaube, ich habe eine gute Partie abgeliefert. Ich wusste, dass dieser Tag kommt", sagte der Bremer, der nach Bronze in Peking noch als Olympiaversager abgestempelt worden war. Der Münchner Lucio und Wolfsburgs Josue waren wichtige Bausteine im "Selecao"-Abwehrverband, während bei den Chilenen der Leverkusener Arturo Vidal kaum auffiel.

Ein Torfestival wird von der "Selecao" nun erst recht am Mittwoch erwartet, wenn Schlusslicht Bolivien (4 Punkte) in Rio de Janeiro zu Gast ist. Dann treffen auch Uruguay (11) und Ecuador (8) aufeinander, das auf Rang sechs zurückgefallene Chile (10) erwartet Kolumbien (10), und Argentinien tritt in Peru (6) an. Den Auftakt des achten Spieltages macht am Dienstag die Partie Paraguay gegen Venezuela (7).

© SID

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