Fußball WM
Ecuadors Last-Minute-Tickets verärgern Fifa und OK

Auf den letzten Drücker sind in Bad Kissingen 500 Karten für Ecuadors Spiele gegen Polen, Costa Rica und Gastgeber Deutschland verkauft worden. Fifa und OK sind über die Weitergabe abseits des Ticket-Portals verärgert.

Freude in Bad Kissingen: Am Rande eines Nachwuchsturniers hat die von der Stadt gegründete WM-AG die letzten Tickets für die Gruppenspiele Ecuadors an den Mann gebracht. Insgesamt wurden 500 Karten für die Duelle der Südamerikaner gegen Polen in Gelsenkirchen (9. Juni/21 Uhr), gegen Costa Rica in Hamburg (15. Juni/15 Uhr) und gegen Gastgeber Deutschland in Berlin (20. Juni/16 Uhr) verkauft. Ecuador hat in Bad Kissingen sein WM-Quartier bezogen und die Karten zum Verkauf an die Stadt weitergegeben.

Unterdessen hat Ecuadors Sportminister Omar Cevallos Patino dem WM-Quartier seiner Fußballer einen Besuch abgestattet und ist in Bad Kissingen auch von Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach empfangen worden.

Fifa und Organisationskomitee sind verärgert

Während sich die 500 neuen Ticket-Besitzer gefreut haben, rief der Ticket-Verkauf den Weltverband Fifa und das Organisationskomitee auf den Plan. "Die Fifa und das OK haben den Fußball-Verband Ecuadors zu einer Stellungnahme aufgerufen. Hier handelt es sich um einen klaren Verstoß gegen die Regularien", sagte OK-Sprecher Jens Grittner dem Sport-Informations-Dienst (sid).

"Die Verbände waren klar angewiesen, die nicht verkauften Eintrittskarten an das deutsche OK zurückzugeben, um diese dann auf das Ticket-Portal zu stellen. Für uns war der Vorgang mit der Abgabe der Karten an die Verbände buchhalterisch zunächst abgeschlossen", sagte Grittner. Die Verbände haben ihre Kontingente von der Fifa gekauft. Nicht verkaufte Karten sollten dann über das Ticketportal an den Fan gebracht werden, das Geld hätten die betreffenden Verbände dann zurückerhalten. Grittner: "Nur auf dem Ticketportal gilt der Grundsatz: Gleiche Chancen für alle. Darüber hinaus ist Preisstabilität garantiert."

"Die Tickets, die wir zum regulären Preis abgegeben haben, waren schnell vergriffen", sagte die für den Kartenverkauf verantwortliche Prokuristin der WM-AG, Eva-Maria Georgi. Die Einnahme der Aktion sei Ecuadors Teamleitung übergeben worden.

© SID

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