Fußball WM
Erneute Sicherheitsmängel bei WM-Stätten

Wieder gibt es Medien-Berichte über mögliche Sicherheitsmängel bei den WM-Stätten. Wie die FAZ berichtet, musste eine Großübung in Berlin abgebrochen werden, da die Einsatzkräfte überfordert waren.

Die Negativ-Schlagzeilen über die Sicherheit bei der Weltmeisterschaft in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) reißen nicht ab. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Donnerstag) berichtet, sind bei mehreren Großübungen der Rettungskräfte zur Vorbereitung während der vergangenen Wochen offenbar Schwachstellen festgestellt worden. In Berlin wurde die Übung "Triangel", bei der mehrere Rettungs- und Katastropheneinsätze gleichzeitig bewältigt werden sollten, abgebrochen, weil die Rettungskräfte den Anforderungen nicht gewachsen waren. Wie es in dem Bericht weiter heißt, behinderten in München, Kaiserslautern und Düsseldorf veraltete Funknetze und Ausbildungsmängel bei der Nutzung der Kommunikationstechnik den Erfolg der Übungen.

Anfälliges Funksystem bereitet Sorgen

Den Sicherheitskräften bereite vor allem das überlastungsanfällige analoge Funksystem "BOS" Sorgen. So war es dem früheren Innenminister Otto Schily (SPD) und den Landesinnenministern laut FAZ nicht gelungen, rechtzeitig ein bundeseinheitliches digitales Sprech- und Datenfunknetz einzuführen. Schily hatte im Juni 2003 gesagt, das Digitalnetz sei "ein wichtiger Beitrag zur Verstärkung der inneren Sicherheit, auch im Hinblick auf die WM 2006". Inzwischen wird die Einführung eines digitalen Sprech- und Datenfunknetz für 2010 geplant.

Die Bundesregierung stellt am Donnerstag Sicherheitsfachleuten aus aller Welt die Konzeption und den Stand der WM-Vorbereitungen vor. Für die Spiele werden die umfangreichsten Sicherheitsvorkehrungen in der Geschichte der Bundesrepublik geplant.

© SID

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