Fußball WM
Frankreich zieht Kandidatur für Frauen-WM zurück

Nach dem Rückzug von Konkurrent Frankreich ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einziger europäischer Bewerber für die Frauen-WM 2011. Damit sind neben Deutschland noch Australien, Kanada und Peru im Rennen.

Deutschland könnte nach 2006 ein zweites Sommermärchen erleben. Nach dem überraschenden Rückzug von Konkurrent Frankreich ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einziger europäischer Bewerber für die Titelkämpfe in vier Jahren und laut Präsident Theo Zwanziger bestens gerüstet für das Wettrennen mit den drei weiteren Kandidaten Kanada, Peru und Australien.

"Wir werden der Fifa eine lückenlose Bewerbung übergeben, an der wir nicht nur mit großem Engagement, sondern mit viel Enthusiasmus arbeiten. Denn über die Pflichtteile hinaus lassen wir in unsere Bewerbung auch Kür-Elemente einfließen. So gehört Deutschland zu den Ländern in der Welt, in denen der Frauenfußball einen enormen Stellenwert und ein riesiges Potenzial hat. Wir sind also sehr optimistisch, die große Begeisterung und tolle Stimmung von 2006 wieder aufs Neue wecken zu können", meinte Zwanziger.

Die Franzosen hatten als härtester Konkurrent auf dem Kontinent ihre Bewerbung am Montag überraschend zurückgezogen. Im Zuge des DFB-Bundestages am 25./26. Oktober in Mainz wird nun eine weitreichende Kooperationsvereinbarung zwischen dem DFB und dem französischen Verband vorbereitet.

"Wir sind unseren Freunden des französischen Fußball-Verbandes sehr dankbar für deren Zusage, die deutsche Bewerbung um die Frauen-WM 2011 unterstützen zu wollen. Nun hoffen wir bei der Entscheidung über die WM-Vergabe auf die geschlossene Unterstützung durch die Uefa, auf die innerhalb des Fifa-Exekutivkomitees acht von 24 Stimmen entfallen" meinte Zwanziger und fügte in Herzogenaurach bei der Pressekonferenz anlässlich der Vertragsverlängerung mit DFB-Ausrüster adidas hinzu: "Ich danke Gerhard Mayer-Vorfelder und Franz Beckenbauer für ihren internationalen Einsatz. Jetzt haben wir die große Chance, die Frauen-WM nach Deutschland zu holen."

Vergabe am 30. Oktober in Zürich

Die Entscheidung über die WM-Vergabe trifft das Exekutivkomitee der Fifa am 30. Oktober in Zürich, einen Tag zuvor bekommen die Kandidaten in der Zentrale des Weltverbandes noch die Gelegenheit zur abschließenden Präsentation ihrer Bewerbungen. Bis zum 15. Oktober müssen die Kandidaten der Fifa ein umfangreiches Kandidatur-Dossier übergeben. "Den Slogan "Wiedersehen bei Freunden / Welcome back" werden wir 2011 leben. Aus guten Gründen wird im Bewerbungslogo die Idee von der "Arena Deutschland" aufgegriffen. In ganz Deutschland soll bei der Frauen-WM 2011 Stadion-Atmosphäre herrschen", erklärte Zwanziger.

Neben Zahlen, Daten und Fakten zu den zwölf Bewerber-Städten hinterlegt der DFB darin bereits detaillierte Konzepte zu Sicherheit, Akkreditierung, Ticketing, Finanzen, Versicherungen, Medieneinrichtungen, Unterbringung, Transport und Verkehr sowie Informationstechnologie.

Zu den voraussichtlich rund 1 000 Seiten zählenden Unterlagen gehören auch zwölf sogenannte Regierungsgarantien der zuständigen Ministerien und Institutionen. Diese beinhalten neben einer allgemeinen Willkommenserklärung der Bundesregierung unter anderem auch Zusagen für Visa-Angelegenheiten, Arbeitsgenehmigungen, Zölle und Steuern sowie den Bank- und Devisenverkehr.

© SID

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