Fußball WM
Frauen-WM: Rennen der Bewerberstädte völlig offen

Das Organisationskomitee der Frauen-WM 2011 hat neun der elf Bewerberstädten durchweg gute Zeugnisse ausgestellt. Noch nicht inspiziert worden sind die Stadien in Berlin und Frankfurt.

Nach der Inspektionsreise durch neun der insgesamt elf Bewerberstädte für die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland hat das Organisationskomitee (OK) den Kandidaten ein durchweg gutes Zeugnis ausgestellt. "Man spürt in jedem der möglichen Spielorte den absoluten Willen, die WM zu einem ähnlichem Fußballfest zu machen, wie es schon 2006 bei der Männer-WM der Fall war", erklärte OK-Gesamtkoordinator Ulrich Wolter.

Zudem wurde bekannt, dass das OK bei dem Weltturnier mit Einnahmen von rund 50 Mill. Euro rechnet, die mit Hilfe der sechs nationalen Förderer sowie der Eintrittskarten-Verkäufe erzielt werden sollen.

Am Freitag wurde mit der Besichtigung der Arena in Leverkusen der erste und größte Teil der Inspektionstour abgeschlossen. Die Stadien in Berlin und Frankfurt/Main werden am 28. und 29. August inspiziert. Vor Leverkusen hatte das OK bereits die Arenen oder Baustellen in Augsburg, Bielefeld, Bochum, Dresden, Magdeburg, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg besucht. "Wir sind von den neun Bewerberstädten sehr beeindruckt. Die Repräsentanten der Städte, oft die jeweiligen Oberbürgermeister, zeigen nachhaltig ihr ernsthaftes Interesse an der WM. Wir haben bei der Auswahl der Stadien die Qual der Wahl", sagte Wolter.

Endgültige Entscheidung wird am 30. September gefällt

Bis zum 19. September müssen die elf Bewerber die sogenannte Host-City-Vereinbarung und den Stadionmietvertrag unterzeichnet an das OK nach Frankfurt zurückgesendet haben. Am 30. September, exakt 1 000 Tage vor dem Anpfiff der WM, sollen in Berlin die Austragungsorte offiziell präsentiert werden. Am Tag zuvor kommt das DFB-Präsidium zu einer Sondersitzung zur Auswahl der Ausrichterstädte zusammen. Die 6. Frauen-WM findet vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 statt.

Mit dem umfangreichen Stadion-Rahmenvertrag sind die beiderseitigen Rechte und Pflichten vor und während der WM im Detail festgeschrieben. Sie betreffen über die Überlassung des Stadions und die Mietdauer hinaus unter anderem die Umrüstung und den Betrieb des Stadions, die finanziellen Verpflichtungen seitens des OK und des Vertragspartners sowie die notwendigen Versicherungen.

Die Host-City-Verträge beinhalten unter anderem umfangreiche Marketingrechte, aber auch Pflichten für die Städte. Dazu gehören beispielsweise die Organisation und der Betrieb einer Festmeile während der WM, die Beteiligung am Volunteers-Programm und die Überlassung von Werbe- und Dekorationsflächen.

© SID

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