Fußball WM
Ganz Deutschland feiert den WM-Auftakt

Zu einer friedlichen Riesenparty haben die Fans in ganz Deutschland den WM-Auftakt gemacht. Hunderttausende verfolgten vor den riesigen Videoleinwänden das 4:2 der deutschen Auswahl gegen Costa Rica.

Fangesänge, Riesenstimmung, Jubelszenen - und das alles friedlich. Den Auftakt zum größten Sportspektakels, das Deutschland je erlebt hat, haben Fans aus aller Welt im ganzen Land zu einem wahren Fest werden lassen. Störenfriede hatten keine Chance, die Polizei bezeichnete die Lage als ruhig und geriet nur angesichts des stündlich steigenden WM-Fiebers ganz gehörig ins Schwitzen. Am Abend verfolgten Hunderttausende vor den riesigen Videoleinwänden, die in den WM-Städten aufgestellt wurden, das Auftaktspiel zwischen Gastgeber Deutschland und Costa Rica.

Die meisten Menschen gingen in Berlin auf die Straße. In der Hauptstadt wurden für den Abend vor den sieben Großbildleinwänden zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor mehrere Hunderttausend zum gemeinsamen Fußballschauen erwartet. 8 500 Fans hatten bereits Eintrittskarten für die adidas-Arena vor dem Reichstag erworben, wo ebenfalls alle 64 WM-Spiele live auf zwei Leinwänden übertragen werden.

In Hamburg drängten sich bereits eine Stunde vor Anpfiff knapp 50 000 Fans auf dem Heiligengeistfeld unweit des Millerntors. Der Höhepunkt des Abends war die Übertragung des Erföffnungsspiels auf einer 80 Quadratmeter großen Leinwand. Der erste WM-Tag wurde um 23 Uhr mit der Premiere des Blue-Goal-Spektakels abgeschlossen. Erstmals wurden die schon seit Wochen über den Dächern von Hamburg leuchtenden Neontore mit grünen Laserstrahlen miteinander verbunden und zauberten so ein spektakuläres Bild in den Abendhimmel.

Auch im gesamten Stadtgebiet Münchens reagierte am Freitag König Fußball. Arm in Arm stimmten sich die Menschen mit Gesängen auf das Auftaktspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Costa Rica ein. Auch wenn es zu keinen ernsthaften Zwischenfällen kam, gab es insgesamt acht Festnahmen. Bei einer Veranstaltung auf dem Marienplatz schlug ein Mann mit einem Stock um sich, verletzte aber niemanden. In einem Biergarten prügelten sich vier Deutsche mit einem dänischen Fan, der die Flagge seines Landes schwenkte. Zwei der Angreifer wurden festgenommen, der Däne wurde leicht verletzt. Außerdem verhaftete die Polizei fünf albanische Taschendiebe.

In der bayerischen Landeshauptstadt waren insgesamt 3 000 Polizisten im Einsatz. Polizeisprecher Peter Reichel sprach von einer "heiteren Stimmung im ganzen Stadtgebiet". Die meisten Kräfte waren am Olympiapark stationiert, wo der größte Public-Viewing-Platz der Stadt gegen 16.30 Uhr wegen Überfüllung geschlossen wurde. Rund 35 000 Menschen verfolgten dort das Eröffnungsspiel.

Vor dem WM-Auftakt am Freitagabend mit dem Vorrundenspiel Polen gegen Ecuador war die Lage in Gelsenkirchen ruhig. "Es hat keinerlei Zwischenfälle gegeben, alles ist ruhig", sagte ein Sprecher der Gelsenkirchener Polizei. Insgesamt 14 000 Fans werden aus dem Nachbarland erwartet, die Eintrittskarten für das Spiel haben. Konkrete Hinweise auf die Einreise polnischer Hooligans gibt es nicht.

Auch Frankfurt bot einen Tag vor dem Spiel zwischen England und Paraguay ein friedliches, farbiges und sonniges Bild. "Die Lage ist absolut ruhig. Es gibt keine Erkentnisse über Zwischenfälle. In der Innenstadt herrscht ein buntes Fan-Treiben", schilderte Carsten Sippel aus der WM-Pressestelle der Polizei die Situation.

Allein von der britischen Insel werden zum ersten Match des englischen Teams in der Mainmetropole zwischen 40 000 und 50 000 Fans erwartet. Da schätzungsweise weniger als die Hälfte von ihnen Eintrittskarten für das Match hat, rechnen die Verantwortlichen damit, dass ersatzweise die "Main-Arena" im Stadtzentrum fest in englischer Hand sein wird. Dort können von beiden Ufern des Main aus täglich bis zu 30 000 Zuschauer die WM-Spiele live verfolgen.

Der sächsische WM-Spielort Leipzig hat am Freitagmittag sein riesiges Fan-Fest-Spektakel gestartet. Zur Stimmungsmusik der MDR-WM-Band "Acoustica" versammelten sich zwischen Oper und Gewandhaus bereits Stunden vor dem Eröffnungsspiel Hunderte von Neugierigen. Für rund 15 000 Zuschauer wurde vor den zwei Großbildschirmen für die Live-Übertragungen Platz geschaffen.

© SID

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