Fußball WM
Ganz Europa im Zeichen der WM-Qualifikation

In ganz Europa rollt heute im Rahmen der WM-Qualifikation der Ball. Im Fokus stehen dabei auch die deutschen Trainer. Die Schweiz mit Ottmar Hitzfeld ist schon zum Siegen verdammt.

Ottmar Hitzfeld ist zum Siegen verdammt, Berti Vogts streitet sich wieder mit den Journalisten: Die beiden deutschen Trainer stehen vor dem dritten Spieltag der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika am Wochenende schon gehörig unter Druck. Griechenlands Coach "König Otto" Rehhagel hingegen kann dem Spiel gegen Moldawien gelassen entgegensehen, während sich für Bernd Storck als Interimscoach von Kasachstan der "Traum von Wembley" erfüllt.

"Gegen die Letten müssen wir von der ersten Minute an um jeden Meter Boden fighten", forderte der Schweizer Nationalcoach Hitzfeld vor dem Heimspiel in der Gruppe zwei am Samstag gegen die Balten. Nach der peinlichen 1:2-Heimpleite gegen Fußball-Zwerg Luxemburg dürfen sich die Eidgenossen keinen weiteren Ausrutscher erlauben, sonst platzt der WM-Traum frühzeitig. "Unser Vorteil ist, dass Lettland mitspielen wird. Das öffnet uns mehr Räume", glaubt der "General".

Stürmer Alexander Frei vom Bundesligisten Borussia Dortmund sprach nach der Blamage gegen Luxemburg von einem "Hammerschlag", glaubte aber fest an eine Steigerung: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Schweizer Mannschaft bereit war, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stand." Erstmals dabei ist Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger vom Bundesligisten Hertha BSC Berlin, während sein Teamkollege Steve von Bergen verletzungsbedingt ausfällt.

Berti Vogts und der Umgang mit der Presse

Im Dauerclinch mit den Journalisten ließ Aserbaidschans Trainer Berti Vogts vor dem Auswärtsspiel am Samstag in Finnland die Muskeln spielen. Der frühere Bundestrainer soll laut kicker auf eine abschließende Pressekonferenz in Baku verzichtet haben und zog sich damit wieder einmal den Zorn der heimischen Medien zu.

Den hohen Erwartungen an seine Mannschaft, die in der Deutschland-Gruppe in zwei Spielen gerade mal einen Punkt geholt hat, versetzte er einen Dämpfer: "Im Moment fehlt uns die Durchschlagskraft, und wir spielen in einer starken Gruppe." Vogts verwies darauf, dass die Aufbauarbeit in der ehemaligen Sowjetrepublik noch Jahre dauern werde. "Ich habe sechs gute U21-Spieler. Vielleicht können wir in einigen Jahren mal ernsthaft um die Teilnahme bei einem großen Turnier mitspielen."

"König Otto" Rehhagel genießt zurzeit die Wertschätzung, die ihm nach zwei Siegen aus zwei Spielen entgegengebracht wird, und baut weiter auf Bundesliga-Profis. Für die beiden Spiele in der Gruppe zwei gegen Moldawien am Samstag und die Schweiz am 15. Oktober hat der Europameister von 2004 vier Profis aus Deutschland nominiert. Dazu zählen die Frankfurter Ioannis Amanatidis und Nikos Liberopoulos, Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen und Angelos Charisteas vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg.

Einmaliges Erlebnis für Bernd Storck

Für Bernd Storck wird am Samstag ein Traum wahr. Der langjährige Assistent von Ex-Bundesligatrainer Jürgen Röber betreut das Team von Kasachstan ausgerechnet im neuen Wembley-Stadion gegen England. "Natürlich ist das ein Traum, im wohl berühmtesten und vielleicht schönsten Stadion der Welt", sagte Storck, der nach dem Spiel allerdings wieder abgelöst werden soll.

Der frühere Profi von Borussia Dortmund und des VfL Bochum betreut die U21-Mannschaft des Landes und hat nebenbei das Sagen beim Klubteam von Kairat Almaty. "Da war der Aufwand zuletzt ganz schön hoch", sagte Storck, für den ein Punktgewinn eine Sensation wäre. Nach nur einem Sieg aus drei Spielen ist die WM für die Kasachen schon jetzt in weite Ferne gerückt. Es führen in der Gruppe sechs England und die Ukraine mit je sechs Punkten aus zwei Spielen.

Unter Erfolgsdruck steht in der Gruppe eins Portugals neuer Trainer Carlos Queiroz. Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Dänemark muss der Scolari-Nachfolger am Samstag in Schweden punkten, auch wenn in Deco, Maniche und Ricardo Carvalho drei wichtige Akteure fehlen. Schweden, Dänemark und Albanien liegen nach zwei Spieltagen mit je vier Punkten vorne.

In der Gruppe drei kommt es am Samstag zum Top-Spiel zwischen Tabellenführer Polen (vier Punkte) und den noch sieglosen Tschechen. Europameister Spanien will in der Gruppe fünf seine weiße Weste nach zwei Siegen ohne Gegentor auch in Estland behalten, während Weltmeister Italien in der Gruppe acht beim Gastspiel in Bulgarien seine Führung behaupten will.

© SID

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