Fußball WM
Gesundheitsorganisationen verlangen rauchfreie WM

Eine rauchfreie Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland haben Gesundheitsorganisationen aus aller Welt gefordert. "Rauchen und Sport gehören nicht zusammen", erklärte Professor Gerhard Sybrecht.

Die Forderung ist klar: Am Mittwoch haben Gesundheitsorganisationen aus aller Welt eine rauchfreie Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verlangt. Auf der Eröffnungskonferenz der Jahrestagung der Deutschen Lungenstiftung und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie in Nürnberg wurden die Verantwortlichen der WM angemahnt, das im Vorfeld der WM 2002 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Weltverband Fifa unterzeichnete "Memorandum of cooperation" fortzuführen.

In diesem Memorandum wurde erklärt, dass "WHO und Fifa darin übereinstimmen, dass Tabak und Sport nicht zusammengehören und dass Tabak in jeder Form von allen Fußball-Ereignissen ferngehalten werden muss, die mit der Fifa assoziiert sind."

Stellvertretend für seine Mitstreiter erklärte Professor Gerhard Sybrecht, Vorstandsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung: "Rauchen und Sport gehören nicht zusammen - das sollte auch für Deutschland gelten. Und dennoch soll das Rauchen während der WM aus Deutschland in Mrd. Haushalte und ungezählte Bildschirme in aller Welt exportiert werden. Die tabak-freie WM 2002 in Südkorea und Japan ist sehr gut angenommen worden. Bei der WM 2010 in Südafrika werden die Stadien auch rauchfrei sein. Es wäre wirklich ein Schande, wenn Deutschland als einziges Land im Abseits bleiben würde."

Kein absolutes Rauchverbot

OK-Sprecher Gerd Graus erklärte auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid), dass es aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus kein absolutes Rauchverbot in den WM-Stadien geben werde. "Das kann man einfach nicht kontrollieren. 2002 wurde trotz Verbot in allen Stadien geraucht, ohne das man etwas dagegen unternehmen konnte. Wenn wir ein Verbot aussprechen würde, und dann nicht gewährleisten können, dass dieses eingehalten wird, machen wir uns unglaubwürdig."

Das deutsche WM-OK wies aber noch einmal darauf, dass alle Zuschauer aufgefordert würden, bei den Spielen nicht zu rauchen. Unter dem Motto "No smoking please" würde sowohl akustisch als auch visuell permanent auf die vielfältigen Gefahren des Rauchens hingewiesen, berichtete Graus.

© SID

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