Fußball WM
Gleich zu Beginn Härtetest für Argentinien

Ein packendes Spiel verspricht die Partie zwischen Argentinien und der Elfenbeinküste heute in Hamburg. Die "Gauchos" strecken ihre Hände nach dem WM-Pokal aus, weiterkommen wollen aber auch die ivorischen "Elefanten".

In Argentinien trifft heute (21.00 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) ein Mitfavorit auf den WM-Titel auf Geheimtipp Elfenbeinküste. Die Südamerikaner pochen mit aller Macht auf eine Wiedergutmachung, nachdem sie vor vier Jahren bereits in der Vorrunde die Segel streichen mussten, Konkurrent Elfenbeinküste will bei der ersten Endrunden-Teilnahme alle überraschen.

"Wir haben noch eine Rechnung offen", so "Gaucho"-Kapitän Juan Pablo Sorin in Anspielung auf das Debakel von Japan und Südkorea 2002. Mit welcher Formation die "Albiceleste" in Hamburg auflaufen wird, ist schon seit Tagen kein Geheimnis mehr. Nationalcoach Jose Pekerman legte sich im Vorfeld bereits auf Hernan Crespo und Javier Saviola als Sturmduo fest, für den aufstrebenden Youngster Lionel Messi vom FC Barcelona bleibt somit nur die Jokerrolle.

In der Heimat erwartet man nichts weniger als den dritten Titel. Die Erwartungshaltung im Land spiegelt auch Nationalheld Diego Maradona wider. "Entweder wir bauen ihm ein Denkmal oder wir schneiden ihm den Kopf ab", kündigte der Weltmeister von 1986 an, was mit Coach Pekerman jeweils geschehen wird.

Schon zum dritten Mal bestreitet Argentinien sein WM-Eröffnungsspiel gegen einen Vertreter des schwarzen Kontinents. Nachdem sie als amtierende Champions 1990 in Italien gegen Kamerun sensationell mit 0:1 verloren, machten es die "Gauchos" 2002 besser und besiegten Auftaktgegner Nigeria durch einen Treffer von Gabriel Batistuta. Es sollte für Argentinien der einzige Sieg des Turniers bleiben.

Drogba und Toure gefürchtet

Knüppeldick hat es die Elfenbeinküste im Vorfeld ihrer ersten WM-Teilnahme erwischt. Die Auslosung förderte in Argentinien, der Niederlande sowie Serbien und Montenegro drei "Hammer-Gegner" zu Tage. Lockerheit ist dennoch Trumpf im Lager der "Elefanten": "Wir haben nur positiven Druck", meint etwa HSV-Profi Guy Demel, der trotz überzeugender Leistungen in der Bundesliga keinen Stammplatz innehat.

Ein Traum soll das Achtelfinale jedenfall nicht bleiben, dafür soll Superstar Didier Drogba sorgen. Der in den vergangenen Jahren kometenhaft nach oben gestiegene Stürmer trägt die Hauptlast, ist aber nicht der einzige namhafte Akteur im Kader von Trainer Henri Michel. Auch Abwehr-Ass Kolo Toure von Arsenal London ist den meisten Fans ein Begriff; sowieso verfügen die meisten Spieler über langjährige Profi-Erfahrung in Europas Topligen.

"Ich glaube, die Elfenbeinküste kann es genauso weit bringen wie Arsenal", schürt Toure schon einmal die Hoffnungen seiner Landsleute. Ob die "Dickhäuter" aber das Potenzial haben, es den "Gunners" gleichzutun und bis ins Finale vorzustoßen, wird sich bereits gegen Argentinien zeigen.

© SID

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