Fußball WM: Heller-Konzept nicht schuld an Absage der WM-Gala

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Heller-Konzept nicht schuld an Absage der WM-Gala

Das OK der WM 2006 hat nochmals ausdrücklich betont, dass die Absage der Eröffnungsgala in Berlin nicht am Konzept des österreichischen Chef-Choreographen Andre Heller gelegen habe.

Die plötzliche Absage der Eröffnungs-Gala in Berlin durch den Fußball-Weltverband Fifa soll nach Angaben des Organisationskomitees (OK) für die WM 2006 nicht an dem Konzept des österreichischen Künstlers Andre Heller gelegen haben. "Die Absage der Gala in Berlin hatte nichts, aber auch gar nichts mit der Qualität seiner Arbeit zu tun, deren künstlerische Inhalte nur einem sehr kleinen Kreis bekannt waren. Alle Beteiligten waren sehr angetan von den Ideen und Konzeptionen", erklärte am Freitag der 1. OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt.

Heller übernimmt Koordination für Eröffnung in München

Deshalb übernimmt Heller mit seinem Team nach Aussage von DFB-Generalsekretär Schmidt auch die "Organisation für das Zeremoniell am 9. Juni in München und den Schluss-Akkord am 9. Juli in Berlin". In München wird die traditionelle Eröffnungsfeier um 16.30 Uhr beginnen. Die protokollarische Eröffnung durch Bundespräsident Horst Köhler und Fifa-Präsident Joseph S. Blatter ist unmittelbar vor dem für 18 Uhr fixierten Anpfiff der Begegnung Deutschland gegen Costa Rica vorgesehen. Die Schlussfeier plant das OK am 9. Juli in Berlin im Anschluss an die Siegerehrung. "Wir sind froh, auch bei diesen wichtigen Projekten einen so außergewöhnlichen Künstler wie Andre Heller an unserer Seite zu wissen. Er hat uns schon in der Bewerbung enorm geholfen und hat als Kurator des Kulturprogramms 48 Projekte auf den Weg gebracht, die in über 100 Ländern großartig angekommen sind. Seine Fifa-Gala wäre mit Sicherheit ein Glanzlicht der WM geworden", erklärte OK-Präsident Franz Beckenbauer.

Die Fifa hatte vor einer Woche die offizielle Eröffnungsfeier mit rund 7 000 Darstellern im Berliner Olympiastadion mit der Begründung abgesagt, dass die Rasenfläche der Arena wenige Tage vor dem WM-Auftakt zu sehr beschädigt würde. Das erste von insgesamt sechs WM-Spielen in Berlin ist am 13. Juni (21.) das Duell zwischen WM-Titelverteidiger Brasilien und Kroatien. Dass finanzielle Gründe die Fifa-Entscheidung mitbeeinflusst hätten, wurde von Seiten des Weltverbandes ebenso bestritten wie Gerüchte, das Konzept Hellers sei letztendlich abgelehnt worden.

© SID

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