Fußball WM
Heller kritisiert die Stimmung im WM-Land

Andre Heller findet die Stimmung in Deutschland zu negativ. Der österreichische Künster ist der Meinung, dass Deutschland mit der Durchführung der WM bereits gewonnen habe, viele Deutsche dies jedoch nicht verstehen.

Andre Heller hat die Stimmung in Deutschland im Vorfeld der WM 2006 kritisiert. In einem Interview mit dem ZDF-Magazin Aspekte sagte der Leiter des WM-Kunst- und Kulturprogramms, dass ihm das Verhalten der Deutschen wenige Wochen vor Beginn des Turniers nicht besonders sympathisch vorkomme.

"Ich habe das Gefühl, dass es jetzt besonders um den Sieg der Deutschen in Deutschland, vor Deutschen, mit Deutschen geht. ... Da kommt wieder diese Rückkehr des verbissenen, des nicht selbstironischen, des unsinnlichen", sagte der österreichische Künstler. Er hätte immer gedacht, die Mehrheit der Deutschen verstehe, dass sie bereits gewonnen habe bei dieser WM, in dem sie sie durchführen können.

Zudem erklärte der 59-Jährige, er habe ein großes Problem mit der Einstellung vieler Deutscher, dass "sozusagen ihr Weltmeistertum etwas Gottgegebenes wäre, und dass es eine absolute Tragödie wäre, wenn man Nummer zwei ist oder Nummer fünf oder Nummer sieben".

Den Chef des Fußball-Weltverbandes, Joseph Blatter, vergleicht Heller mit dem französischen Präsidenten. "Die Welt kommt diesen Fifa-Häuptern schon sehr unterwürfig entgegen, und die fahren immer mit Blaulicht. Wenn man die Erfahrung in der Welt macht, wo ich bin, ist Kniefall, und wo ich bin, fließen enorme Summen, und meine Wünsche werden stets in die Tat umgesetzt, dann ergibt sich daraus eine Art von Selbstbewusstsein und rigorosem "Ich erdulde keinen Widerspruch!"

Heller hatte die künstlerische Gestaltung für die inzwischen abgesagte Fifa-WM-Gala am 7. Juni übernommen.

© SID

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