Fußball WM
Henry dementiert Kritik an Domenech

Laut einem Zeitungsbericht hat Frankreichs Kapitän Thierry Henry Trainer Raymond Domenech vor der Mannschaft heftig kritisiert. Das "Barca"-Ass dementierte allerdings umgehend.

Der französische Nationalstürmer Thierry Henry hat die durch eine Zeitung veröffentliche vermeintliche scharfe Kritik an Nationaltrainer Raymond Domenech vor versammelter Mannschaft dementiert. "Es ist nichts am Freitagabend passiert. Es war eine konstruktive Diskussion zwischen den Spielern und dem Trainer - wie immer. Ich habe nie die Qualitäten des Trainers infrage gestellt. Es hat nie einen Streit zwischen uns gegeben", sagte der Kapitän dem TV-Sender TF1 am Montagabend.

Das las sich in der Zeitung Le Parisien allerdings ganz anders. Am Abend vor dem enttäuschenden 1:1 gegen Rumänien, durch das die direkte WM-Qualifikation stark gefährdet ist, soll Henry den Coach quasi bloßgestellt haben. "Trainer, wir müssen Ihnen etwas sagen. Ich spreche im Namen der Mannschaft. Wir langweilen uns während der Trainingseinheiten. In zwölf Jahren im Nationalteam habe ich so eine Situation noch nicht erlebt", wurde der Stürmerstar des Champions-League-Siegers FC Barcelona zitiert.

"Kein Spielstil, keine Richtung"

Der 112-malige Nationalspieler habe Domenech vor allem fehlende Taktik vorgeworfen: "Wir wissen nicht, wie wir spielen sollen, wo wir auf dem Platz stehen müssen, wie wir uns organisieren müssen. Wir haben keinen Spielstil, keine Richtung. So funktioniert es nicht." Angeblich platzte Henry der Kragen, nachdem Domenech den Trainingseinsatz der Spieler kritisiert hatte.

Ungeachtet der angeblichen internen Unstimmigkeiten schrieb Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes dem Trainer einen Freibrief aus, selbst wenn die "Equipe Tricolore" am Mittwoch bei Tabellenführer Serbien das direkte WM-Ticket endgültig verpassen sollte. Frankreich liegt drei Spieltage vor dem Ende in der Gruppe sieben vier Punkte hinter Serbien zurück.

"Ich wiederhole: ja, ja, ja. Ich muss es wohl dreimal sagen. Es ist seine Aufgabe, uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Und ich werde es auch wiederholen, wenn wir in die Play-offs müssen. Auch dann ist es noch der Job von Raymond Domenech", sagte Escalettes.

© SID

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