Fußball WM
Hiddink hofft auf "ein abenteuerlich gutes Spiel"

Vor dem Spiel gegen Deutschland zeigt Russlands Trainer Guus Hiddink zwar Respekt, aber keine Angst. Der Coach sieht auch keinen Heimvorteil in dem ungewohnten Kunstrasenplatz.

Guus Hiddink hat großen Respekt vor der deutschen Nationalmannschaft. "Auch wenn sie nicht gut gespielt haben, waren sie immer da, wenn es darauf ankam. Das ist eine sehr große Qualität der Deutschen. Schon immer gewesen", sagte der Trainer der russischen Nationalmannschaft knapp eine Woche vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel seiner Mannschaft am Samstag in Moskau gegen die DFB-Auswahl (17.00 Uhr Mesz/live im ZDF) im Interview mit der Bild am Sonntag.

Der Niederländer sieht sein Team aber trotz der 1:2-Niederlage im Hinspiel vor einem Jahr in Dortmund für das Gipfeltreffen in der Europagruppe 4, die Deutschland zwei Spieltage vor Schluss mit einem Punkt Vorsprung gegenüber den Russen anführt, gut gerüstet. "In Dortmund waren wir zu beeindruckt, vom Stadion, vom Ruf des Gegners. Wir haben zu viel Respekt gehabt. Jetzt ist meine Mannschaft selbstbewusster. Wir wissen, dass wir guten Fußball spielen können", sagte Hiddink. Der 62-Jährige hofft, dass seine Elf am Samstag "ein abenteuerlich gutes Spiel" macht und nicht so vorsichtig agiert wie im Hinspiel: "Wir können mehr, als wir dort gezeigt haben."

Hiddink sieht keinen Heimvorteil

Dass die Russen auf dem für die deutsche Mannschaft ungewohnten Kunstrasenplatz im Luschniki-Stadion einen großen Vorteil haben, glaubt Hiddink nicht. "Früher hat man versucht, es dem Gegner möglichst schwer zu machen, aber jetzt ist eine andere Zeit. Darum geht es nicht", meinte der Niederländer: "Ich bevorzuge auch Naturrasen. Aber im Oktober kann es hier schon schneien. Deswegen spielen wir auf Kunstrasen. Aber die Deutschen trainieren ja in Mainz auch auf Kunstrasen. So groß ist der Heimvorteil gar nicht."

Der frühere Vereinstrainer des deutschen Kapitäns Michael Ballack beim FC Chelsea ist zudem überzeugt davon, dass sich unabhängig vom Ergebnis in Moskau beide Mannschaften für die WM-Endrunde in Südafrika qualifizieren: "Egal, wie es am Samstag ausgeht, denke ich, dass beide sich qualifizieren. Einer eben durch die Hintertür."

Die deutsche Mannschaft würde mit einem Sieg als Gruppenerster vorzeitig das direkte Ticket für das WM-Turnier lösen. Bei einem Remis müsste das Team von Bundestrainer Joachim Löw zum Abschluss am 14. Oktober in Hamburg gegen Finnland gewinnen, um den Gruppensieg sicher zu haben. Der Zweite muss in die Play-offs, die am 14. und 18. November gespielt werden.

© SID

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