Fußball WM
Hiobsbotschaft für Ukraine: WM-Aus für Woronin

Bitter für Bundesliga-Profi Andrej Woronin: Für den Leverkusener ist die WM wegen einer Oberschenkelverletzung beendet. Der Stürmer der Ukraine zog sich die Blessur im Achtelfinale gegen die Schweiz zu.

Hiobsbotschaft für Stürmer Andrej Woronin und die Ukraine: Der 26 Jahre alte Angreifer von Bundesligist Bayer Leverkusen zog sich im Achtelfinalspiel gegen die Schweiz (0:0 n.V., 3:0 im Elfmeterschießen) eine Oberschenkelverletzung zu und muss zwei Wochen pausieren. Damit ist für Andrej Woronin die WM beendet. WM-Neuling Ukraine hatte sich durch den Sieg über die Eidgenossen für das Viertelfinale am Freitag in Hamburg gegen Italien (21.00 Uhr) qualifiziert.

"Ich bin sehr traurig über das Aus. Ich hätte so gerne noch einen Treffer erzielt", ließ der Stürmer am Mittwoch über Pressesprecher Igor Miroschnischenko mitteilen. Woronin war bei Trainer Oleg Blochin gesetzt und kam in allen vier WM-Spielen zum Einsatz. Ein Tor gelang dem wendigen Angreifer allerdings nicht. Der einzige Deutschland-Legionär im Team der Osteuropäer bleibt weiter im ukrainischen Quartier am Templiner See in Potsdam und unterstützt die "Sbirna" bei ihren weiteren Auftritten in Deutschland.

Anders als bei seinem Verein Bayer Leverkusen, spielte Woronin im Team der Ukraine nicht an vorderster Front in Sturm, sondern als hängende Spitze hinter Superstar Andrej Schewtschenko. Als Schaltstelle zwischen Mittelfeld und Sturm konnte der Blondschopf allerdings nur selten überzeugen. Zudem zeigte der 36-malige Nationalspieler Schwächen im Abschluss, so dass seine bisherigen WM-Noten nicht sonderlich gut ausfielen.

Artem Milewski möglicherweise Nachfolger

Erster Kandidat für den freien Platz in der Anfangself ist Jung-Star Artem Milewski. Der 21 Jahre alte Angreifer von Dynamo Kiew wurde bislang in drei WM-Spielen in der Schlussphase eingewechselt und hinterließ einen guten Eindruck. Im Elfmeterschießen gegen die Schweiz überraschte Milewski mit einem raffiniert geschnibbelten Schuss gegen den Schweizer-Keeper Pascal Zuberbühler.

An Milewski ist offenbar der portugiesische Spitzenklub FC Porto interessiert. Der Champions-League-Sieger von 2004 soll bereit sein, acht Mill. Euro für den talentierten Angreifer von Dynamo Kiew zu bezahlen. Den Scouts von Porto war der langhaarige Angreifer bereits bei der U21-EM Anfang Juni in Portugal aufgefallen. Die Ukraine hinterließ dort einen starken Eindruck und belegte nach der 0:3-Endspielniederlage den zweiten Platz.

Trotz nur mittelmäßiger Leistungen soll Woronin offenbar das Interesse gleich mehrerer italienischer Klubs aus der Serie A geweckt haben. Das bestätigte sein Berater in der vergangenen Woche. Noch hat der Stürmer allerdings einen Vertrag bis 2007 bei Bayer Leverkusen. Vor seinem Wechsel zur Werkself spielte der Ukrainer für den 1. FC Köln, Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach.

In Leverkusen gehörte Woronin in der vergangenen Saison nicht immer zur ersten Elf, saß häufiger auf der Ersatzbank. Weil jedoch Leverkusens Top-Stürmer Dimitar Berbatow zur neuen Saison für 15,7 Mill. Euro zum englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur wechselt, dürften Woronins Karten auf einen Stammplatz bei Bayer wieder gewachsen sein.

© SID

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