Fußball WM
Jack Warner lästert über England

Eine mögliche Bewerbung Englands um die Austragung der WM 2018 ruft bereits erste Reaktionen der Funktionäre hervor. Fifa-Vizepräsident Jack Warner ließ dabei kein gutes Haar am Fußball-Mutterland.

Für viel Aufsehen sorgen die brisanten Äußerungen des Weltverbands-Vizepräsidenten Jack Warner in der Diskussion um die Vergabe der Fußball-WM 2018. Der Chef des Concacaf-Verbandes, bestehend aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik und Ozeanien, ließ sich in einem Interview mit der BBC zu einer möglichen Bewerbung des Fußball-Mutterlandes England zu einigen äußerst abfälligen Bemerkungen hinreißen.

"Selbst wenn die WM 2018 an Europa vergeben wird, kann ich mir bei allem englischen Glück nicht vorstellen, dass sie sie bekommen werden", sagte Warner: "Es könnte Italien werden, Spanien oder sogar Frankreich. Aber niemand in Europa will England." Die Briten hätten den Sport zwar erfunden, "aber sie hatten niemals irgendeinen Einfluss im Weltfußball. England hatte zu keiner Zeit die Sympathie und Unterstützung Europas. Für Europa war England immer ein Reizwort."

Premier Gordon bekundet Interesse Englands

Englands neuer Premierminister Gordon Brown hat bereits bestätigt, dass sein Land daran interessiert ist, nach 1966 zum zweiten Mal ein Weltturnier auszurichten. Dabei ist ihm auch die Unterstützung von Franz Beckenbauer gewiss. England sei aufgrund der Qualität der Premier League und seiner hervorragenden Stadien die erste Wahl, sagte der Chef des Organisationskomitees der WM in Deutschland 2006, der auch Mitglied des Exekutiv-Komitees des Weltverbandes Fifa ist.

Fifa-Chef Joseph S. Blatter hatte erklärt, dass die WM-Endrunde 2018 wieder in Europa stattfinden solle, obwohl nach der erst seit 2002 laufenden Rotation Concacaf an der Reihe wäre. "2010 findet die WM in Südafrika statt, 2014 in Südamerika, wahrscheinlich in Brasilien, und dann ist erstmal Schluss mit der Rotation. Dann muss die WM nach Europa zurückkommen, und es gibt kein besseres Land als England, das dafür geeignet ist", hatte auch Beckenbauer erklärt. Eine Entscheidung über den WM-Gastgeber 2014 fällt im Oktober.

© SID

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