Fußball WM
Japan will Kroatien über die Defensive schlagen

Japan und Kroatien werden sich heute ein spannendes Duell liefern. Beide Teams stehen nach ihren Auftakt-Niederlagen gehörig unter Druck. Japans Trainer Zico stellte eigens auf eine defensivere 4-4-2-Formation um.

Die Erwartungen waren hoch, der drohende Fall wäre umso tiefer: Japans Nationaltrainer Zico sprach vor der WM vom Halbfinal-Einzug, jetzt droht dem Asienmeister das Aus in der Vorrunde. "Natürlich stehen wir unter Druck. Wir müssen wohl beide Spiele gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen", sagte Bundesligaprofi Naohiro Takahara vor der heutigen Begegnung gegen Kroatien (15.00 Uhr/live bei RTL und Premiere) in Nürnberg.

Der Brasilianer Zico, der seit vier Jahren im Amt ist und nach der Weltmeisterschaft seinen Stuhl räumen wird, hat auf die 1:3-Auftaktniederlage gegen Australien reagiert und wird gegen den WM-Dritten von 1998 sein System von einem 3-5-2 auf ein 4-4-2 umstellen. "Das System ist aber eigentlich egal. Wir müssen unsere Fehler abstellen und dürfen nicht wieder in der Schlussphase die Gegentore bekommen", forderte der 27-jährige Takahara, der nach der WM vom Hamburger SV zu Eintracht Frankfurt wechselt.

Der WM-Achtelfinalist des Jahres 2002 kann gegen Kroatien auch auf Spielmacher Shunsuke Nakamura zurückgreifen. Der 27-Jährige vom schottischen Meister Celtic Glasgow konnte am Freitag nach seiner Beinverletzung erstmals seit drei Tagen wieder komplett mit der Mannschaft trainieren. "Ich verspüre keine Schmerzen mehr. Ich bin fit und will der Mannschaft in diesem wichtigen Spiel zum Sieg verhelfen", erklärte der Mittelfeldstar.

Torhüter Yoshikatsu Kawaguchi spürt den wachsenden Druck unterdessen noch nicht. "Warum auch? Wir hatten zwar einen schrecklichen Start, aber noch ist nichts verloren. Wir wollen unseren Frust im Spiel gegen Kroatien abbauen", meinte der 30-Jährige, der mit seinem Team am Dienstag im WM-Quartier in Bonn den Besuch von Prinzessin Takamodo erwartet und dann noch Chancen auf den Einzug in die nächste Runde besitzen möchte.

Der Druck liegt aber nicht nur bei den Asiaten, sondern nach der Niederlage gegen Titelverteidiger Brasilien (0:1) auch bei den Kroaten. "Das ist ein Spiel um Sein oder Nichtsein. Nur wenn wir gewinnen, können wir gegen Australien um den Achtelfinal-Einzug spielen", sagte Niko Kovac, der trotz einer Rippenprellung grünes Licht für einen Einsatz gab. "Ich bin schon mit schlimmeren Problemen aufgelaufen. Sogar mit einem gebrochenen Arm."

Der kroatische Trainer Zlatko Kranjcar bleibt trotz der Auftaktniederlage gelassen. "Durch diese Niederlage hat sich nicht viel verändert. Wir wussten schon vor der WM, dass die Partien gegen Japan und Australien unsere Schlüsselspiele werden", so der 49-Jährige, der wohl auf Ivica Olic (Oberschenkelprobleme) verzichten muss. Damit wird der Bremer Ivan Klasnic erneut in der Startelf stehen.

"Wir werden mehr Chancen bekommen und mehr Tore schießen als Japan. Das ist sicher", meinte Angreifer Olic nach der zuletzt geübten Kritik an der Offensive der Kroaten. In den vergangenen drei Spielen gelang Kroatien nur ein Treffer.

© SID

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