Fußball WM
Jones darf mit den USA zur WM

Die Fifa hat dem Wunsch von Jermaine Jones nach einem Verbandswechsel entsprochen. Nun will US-Coach Bradley die offizielle Bestätigung abwarten, und dann "Gespräche führen".

Jermaine Jones vergaß am Mittwoch für einen Moment sogar die Qualen der Reha. "Die Fifa hat dem US-Verband mitgeteilt, dass ich nun für die USA spielberechtigt bin. Es wäre fantastisch, mit den USA an der WM teilzunehmen", sagte der derzeit verletzte Mittelfeldspieler des Bundesligisten Schalke 04 dem Sport-Informations-Dienst (SID). Im Sommer hatte Jones nach nur drei Einsätzen seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt.

Am Mittwoch erreichte den 27-Jährigen die Nachricht aus der Zentrale des Weltverbandes Fifa in Zürich. Dem Schreiben zufolge ist Jones mit sofortiger Wirkung für das Nationalteam der USA spielberechtigt und darf somit nach seiner missglückten DFB-Karriere doch noch von der Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika träumen.

Jones: "Großes Potenzial"

"Vom Titel zu reden wäre vermessen. Aber der Einzug in das Finale des Confed-Cups hat bereits gezeigt, welch großes Potenzial der US-Fußball hat", sagte der gebürtige Frankfurter: "Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass der Fußball in Amerika irgendwann so populär wird wie Basketball."

In Kürze will sich DFB-Flüchtling Jones mit US-Nationaltrainer Bob Bradley an einen Tisch setzen, um Details zu besprechen. Dessen Sohn Michael, Nationalspieler in Diensten des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, hatte den Kontakt zu Jones hergestellt. Sein Debüt für die USA wird der Schalker aber frühestens 2010 geben.

Baldige Gespräche

"Wir wollten erst die Bestätigung durch die Fifa abwarten. Aber wir werden sicher bald Gespräche führen", sagte Jones, der einige Spiele der US-Auswahl in der WM-Qualifikation zuletzt live im Internet verfolgt hat: "Aber nicht alle, denn die meisten Spiele enden erst um 4.00 Uhr morgens deutscher Zeit. Ich muss ausgeschlafen zum Training kommen, da kann ich nicht um diese Uhrzeit vor dem Laptop sitzen."

Jones besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und die der USA. Nachdem er seit Jahresbeginn keine Perspektive mehr unter Bundestrainer Joachim Löw in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesehen hatte, forcierte er im Sommer einen Wechsel zum US-Verband. Da Jones im vergangenen Jahr lediglich drei Test-Länderspiele für die DFB-Auswahl absolviert hat, konnte er gemäß den modifizierten Fifa-Statuten zum Confed-Cup-Finalisten wechseln.

Jones beginnt mit Lauftraining

Allerdings muss er vor einer Einladung zur US-Nationalmannschaft erst einmal wieder fit werden. Am Mittwoch begann Jones nach zwei Schienbein-Operationen wieder mit dem Lauftraining, frühestens zum Ende der Hinrunde kann Schalke-Trainer Felix Magath wieder mit dem defensiven Mittelfeldspieler rechnen.

"Ich will kein Risiko eingehen und nicht wieder zu früh mit dem Mannschaftstraining anfangen. Ich hoffe, dass ich in der Hinrunde noch zum Einsatz kommen kann. Wenn nicht, dann greife ich in der Rückrunde wieder voll an", sagte Jones.

© SID

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