Fußball WM
Jordanische Frauen gewinnen Trainingslager

Mit einem Sieg beim Arabia-Cup hat die Frauen-Nationalelf Jordaniens einen besonderen Preis gewonnen. Durch den Finalsieg erhält das Team ein Trainingslager in Deutschland.

Die Frauen-Nationalmannschaft von Jordanien hat den Arabia-Cup und damit ein Trainingslager in Deutschland gewonnen. Der Turnierfavorit schlug in einem offensiv geführten Finale vor mehreren Tausend Zuschauern im Nationalstadion von Riffa Ägypten mit 1:0 (0:0). Das entscheidende Tor erzielte Stefanie Al Naber (81.).

Den "Arabia Cup" hatten die Bundesregierung und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit ihren Partnern des Königreiches Bahrain im Rahmen des Kulturprogrammes der Frauen-WM 2011 mit acht arabischen Nationalteams auf der Insel im Persischen Golf durchgeführt. Das Trainingslager der jordanischen Frauen finanziert der DFB.

Hinter Jordanien und Ägypten gewann Gastgeber Bahrain des Spiel um Bronze mit 5:1 (2:0) gegen Palästina. Einen Fair Play Ehrenpreis gab es für das erstmals angetretene Team des torlos gebliebenen Emirats Katar. Als beste Spielerin wurde die Jordanierin Shanaz Yaseen geehrt. Torschützenkönigin wurde Bahrains Scheika Anood Al Khalifa. Beste Torhüterin wurde die Ägypterin Fawkria Amry Joussef.

WM-OK-Chefin Jones von Turnier begeistert

WM-OK-Chefin Steffi Jones und Staatsministerin Cornelia Pieper zeigten sich bei dem Turnier begeistert von der Anzahl und Stimmung der weiblichen Fußballfans. "Ich hoffe, wir geben einen Anstoß, um Frauen in Arabien das Fußballspielen zu erleichtern", sagte Jones. Jordaniens Coach Maher Lutfi Abu Hantash und Bahrains Trainer Khalid Al Harban sprachen sich bereits dafür aus, das Turnier zur festen Veranstaltung werden zu lassen.

Turnierchefin Sawsan Taqawi aus dem Sportministerium Goys sagte beim Abschluss-Dinner: "Das war eine äußerst gelungene Veranstaltung, die den Frauensport in Arabien stärkt. Wir sind mit diesem Turnier sehr zufrieden und konnten mit den Debüts der Teams aus Katar und Irak neue Meilensteine setzen." Beide Teams blieben zunächst noch punkt- und torlos.

Das Turnier passt zu den Zielen des Weltverbands Fifa, der sich von der WM in Deutschland den Durchbruch für den in weiten Teilen der Welt noch stiefmütterlich behandelten Frauenfußball erhofft. Das weiß auch Jones. "Wir haben die einmalige Chance, den Frauenfußball weiter voranzubringen. Ich bin davon überzeugt, dass von Deutschland 2011 eine große Signalwirkung ausgeht", sagt die OK-Chefin: "Es wird genau die Initialzündung sein, die die Fifa sich von diesem Turnier erhofft, und zwar weltweit."

© SID

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