Fußball WM
Jubilarin Prinz schießt Deutschland Richtung WM

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft marschiert weiter durch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2007 in China. In ihrem 150. Länderspiel steuerte Brigit Prinz einen Treffer zum 3:0 (3:0)-Sieg in Irland bei.

Birgit Prinz konnte im Qualifikationsspiel zur WM 2007 in China gleich zwei Jubiläen feiern. Die Weltfußballerin hat in ihrem 150. Länderspieleinsatz ihr 95. Tor erzielt und die Europameisterinnen auf WM-Kurs gehalten. Auch dank des Treffers von Prinz besiegte das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid in Dublin Irland klar mit 3:0 (3:0) und feierte den fünften Erfolg im fünften WM-Qualifikationsspiel. Vor den Augen des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger besiegelten Petra Wimbersky (2.), Prinz (16.) und Kerstin Garefrekes (45./alle 1. FFC Frankfurt) den Jubiläumserfolg im 275. Länderspiel der DFB-Frauen, die bereits am Mittwoch in Schaffhausen gegen die Schweiz (16.00 Uhr/live im ZDF) vor ihrer nächsten Pflichtaufgabe stehen. In der 88. Minute verschoss zudem Conny Pohlers noch einen Foulelfmeter.

Durch den "Dreier" auf der irischen Insel und der nun besseren Tordifferenz eroberte die Neid-Elf die Führung in der Gruppe vier vor den punktgleichen Russinnen (15 Zähler), die allerdings eine Partie mehr auf dem Konto haben. Am letzten Spieltag der WM-Qualifikation (27. September) muss die DFB-Auswahl noch in Russland antreten.

Deutschland wurde Favoritenrolle gerecht

Von Beginn an wurde der offensiv ausgerichtete Welt- und Europameister seiner Favoritenrolle gegen den Weltranglisten-32. aus Irland gerecht und legte einen Auftakt nach Maß hin. Die stark aufspielende Stürmerin Wimbersky, die bereits den knappen Hinspielsieg (1:0) im Mai in Cottbus sichergestellt hatte, nutzte vor nur 500 Zuschauern im Richmond Park gleich ihre erste Chance. Allerdings hatte die 23-Jährige Glück, dass ihr Schuss von Irlands Abwehrspielerin Elaine O Connor abgefälscht wurde.

Trotz der raschen Führung forcierte die deutsche Elf ihren Druck wie von Neid gefordert durch schnelles Kombinationsspiel und aggressives Zweikampfverhalten. Besonders Spielführerin Prinz zog als hängende Spitze die Fäden und wurde nach einer guten Viertelstunde belohnt. Nachdem sie kurz zuvor bereits zweimal binnen 50 Sekunden gescheitert war, verwertete die Weltfußballerin in der 16. Minute eine Flanke ihrer Frankfurter Vereinskollegin Wimbersky aus acht Metern eiskalt.

Prinz machte sich eigenes Jubiläumsgeschenk

Vor dem Anpfiff war die 28-jährige Prinz von Glücksbringer und Frauenfußball-Fan Theo Zwanziger ("Birgit ist eine absolute Ausnahmespielerin") für ihren 150. Länderspieleinsatz geehrt worden und beschenkte sich anschließend bei ihrem Jubiläum selbst. Das Streben nach der absoluten Perfektion hat die Stürmerin, die Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann (154 Länderspiele) immer näher kommt, allerdings aufgegeben. Prinz: "Den Druck mache ich mir nicht mehr."

Nachdem Offensivkraft Garefrekes durch eine schöne Einzelaktion für die beruhigende 3:0-Halbzeitführung gesorgt hatte, gab sich der haushohe Favorit auch nach dem Wechsel keine Blöße. Bezeichnend, dass Irland nur zu einer einzigen guten Chance kam. Wimbersky, Prinz und Garefrekes verdienten sich im deutschen Team die besten Noten.

© SID

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