Fußball WM
Kolumbien macht ernst und erwartet "steinigen Weg"

Kolumbien macht Brasilien Konkurrenz und hat als zweiter Conmebol-Verband eine Absichtserklärung zur Austragung der WM 2014 an die Fifa entsendet. "Länder müssen Träume haben", sagte Kolumbiens Vizepräsident Santos.

Diese Nachricht dürfte den Verantwortlichen beim brasilianischen Fußballverband kaum schmecken. Kolumbien hat die Allianz hinter der Bewerbung des Rekordweltmeisters aus den Angeln gehoben und als zweites Land aus der südamerikanischen Fußball-Konförderation Conmebol eine Absichtserklärung zur Austragung der WM 2014 an den Weltverband Fifa geschickt.

"Ein langer, steiniger Weg liegt vor uns"

"Wir wissen, dass jetzt ein langer, steiniger Weg vor uns liegt", sagte Luis Bedoya, Präsident des kolumbianischen Verbandes FCF. Derweil räumte Kolumbiens Vizepräsident Francisco Santos gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ein, dass sein Land weder die Infrastruktur noch die Stadien habe, aber: "Wir können es schaffen, wir können die nötigen Investitionen tätigen. Länder müssen Träume haben."

Bislang hatten sich die Conmebol-Mitgliedsverbände einstimmig hinter die Bewerbung Brasiliens gestellt. Kolumbiens Rolle rückwärts kam, nachdem Präsident Alvaro Uribe im Juli in einer Rede angeregt hatte, auch sein Land solle sich um die Austragung der WM-Endrunde bewerben. Die Entscheidung über die Vergabe soll im November 2007 fallen.

Kolumbien war bereits 1986 als Ausrichter der WM auserkoren. Weil das Land die Auflagen der Fifa aber nicht erfüllen konnte, wurde das Turnier kurzerhand nach Mexiko verlegt. Der brasilianische Verbandschef Ricardo Teixeira hatte erst am Mittwoch vergangener Woche eine WM-Bewerbungs-Absichtserklärung Brasiliens am Rande der Klub-WM in Japan unterzeichnet.

Fifa-Präsident Blatter übt Druck aus

Allerdings hatte Blatter in seiner Eigenschaft als Präsident des Weltverbandes Fifa den Staat mit seinen 187 Mill. fußballverrückten Einwohnern zuvor nach einem Exekutiv-Komitee-Meeting in Zürich mächtig unter Druck gesetzt. "Wir haben gesagt, dass die WM 2014 in Südamerika stattfinden wird. Aber wenn es dort keinen geeigneten Kandidaten gibt, dann werden wir logischerweise nach Norden ziehen", sagte Blatter unmissverständlich.

Nach dem Rotationsprinzip der Fifa soll die Weltmeisterschaft in acht Jahren eigentlich in Südamerika ausgetragen werden. Insgesamt viermal fand die WM bislang in Südamerika statt: 1930 in Uruguay, 1950 in Brasilien, 1962 in Chile und 1978 in Argentinien. Die Weltmeisterschaft 2010 wird in Südafrika und damit erstmals auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen.

© SID

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