Fußball WM
Kolumbiens WM-Interesse sorgt für Verwirrung

Kolumbiens Interesse an der Gastgeber-Rolle bei der WM 2014 sorgt für Irritationen. Laut des südamerikanischen Kontinental-Verbandes Conmebol bleibt aber Brasilien offiziell der einzige Kandidat für die Ausrichtung.

Gerangel um die Ausrichtung der WM 2014: Kolumbiens offenkundiges Interesse an der Gastgeber-Rolle hat in Südamerika zu Irritationen geführt. Beim Kontinental-Verband Conmebol bestätigte ein Sprecher in Asuncion zwar erneut Brasilien als einzigen Kandidaten für die turnusmäßige Ausrichtung des Turniers in Südamerika, doch Kolumbiens Vize-Staatspräsident Francisco Santos kündigte in Bogota zugleich gegenüber Medienvertretern schon für Freitag Gespräche mit der Conmebol-Spitze über die WM-Pläne seiner Regierung an.

"Brasilien ist für 2014 ohne Frage unser Kandidat", erklärte Conmebol-Sprecher Nestor Benitez mit Blick auf das einstimmige Votum der zehn nationalen Conmebol-Mitgliedsverbände von 2003. Benitez verwies außerdem darauf, dass eine WM-Kandidatur grundsätzlich über die nationalen Verbände und nicht durch Regierungen beim Conmebol eingereicht werden müsse und aus Kolumbien bislang keine entsprechenden Signale registriert worden wären.

Santos will "Conmebol unsere Idee vorstellen"

Santos hingegen bekräftigte den Willen der kolumbianischen Regierung zur Erörterung der Möglichkeiten einer WM-Bewerbung seines Landes. "Ich werde am Freitag beim Conmebol unsere Idee vorstellen", sagte der zweite Mann im Staat. Bogotas Taktik könnte auch eine WM-Ausrichtung gemeinsam mit den Brasilianern zum Ziel haben, nachdem zuletzt Probleme in Brasilien bei der Vorbereitung auf das Turnier bekannt geworden waren.

Kolumbien war bereits für 1986 als WM-Gastgeber vorgesehen, doch entzog der Weltverband Fifa den Südamerikanern weniger als zwei Jahre vor Beginn der Endrunde wegen Finanzproblemen die Ausrichtung und vergab das Turnier nach Mexiko. Kolumbiens Absichten für eine erneute WM-Kandidatur hatte Staatspräsident Alvaro Uribe am vergangenen Samstag öffentlich gemacht. Der kolumbianische Verband hat bislang noch nicht offiziell auf die neue Entwicklung reagiert.

Südamerika wegen Rotations-Prinzip an der Reihe

Südamerika ist aufgrund des von der Fifa eingeführten Rotations-Prinzips in acht Jahren als WM-Schauplatz an der Reihe. Seit dem Fifa-Beschluss für die Rotation fanden die WM-Turniere 2002 in Asien (Südkorea und Japan) sowie zuletzt in Europa (Deutschland) statt. 2010 ist Südafrika als erstes Land in Afrika für die Gastgeber-Rolle bei einer WM vorgesehen.

© SID

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