Fußball WM
Krahn wohl auch gegen Japan von Beginn an

Annike Krahn hofft nach dem überzeugenden Auftritt beim 0:0 gegen England auf einen weiteren Einsatz im entscheidenden Gruppenspiel gegen Japan. Die 22-Jährige war für die angeschlagene Sandra Minnert ins Team gerückt.

Nach ihrem starken Auftritt beim 0:0 gegen England hofft WM-Debütantin Annike Krahn auch auf einen Einsatz im entscheidenden Gruppenspiel am Montag in Hangzhou gegen Japan (14.00 Uhr/live in der ARD und Eurosport). Die 22-Jährige war für die angeschlagene Sandra Minnert ins Team gerückt.

"Als Abwehrspielerin musst du natürlich auf eine Verletzung einer anderen hoffen, um in die Mannschaft zu rücken", sagt Krahn. Die Chancen auf eine Rückkehr in den Kader standen für Minnert, die sich im Training am Mittwoch eine Zerrung im rechten Oberschenkel zugezogen hatte, zumindest am Samstag noch sehr schlecht. Die 34-Jährige trainierte nach dem Umzug der DFB-Delegation von Schanghai ins drei Busstunden westlich gelegene Hangzhou getrennt von der Mannschaft und ohne Ball. DFB-Trainerin Silvia Neid wird gegen Außenseiter Japan kaum ein Risiko eingehen, sollte Minnert nicht hundertprozentig fit sein.

"Immer noch ein Fußballspiel"

Zumal Krahn keinen Anlass gegeben hat, an ihrer Verlässlichkeit zu zweifeln. Robust im Zweikampf, kopfballstark und hochkonzentriert lieferte die Bochumerin in Reihen des FCR Duisburg eine starke Partie. Völlig unaufgeregt erfüllte sie ihre Aufgabe. Von Nervösität beim WM-Debüt war nichts zu spüren. "Der Unterschied zwischen Bundesliga und Weltmeisterschaft ist der, dass ich für ein Bundesligaspiel nicht bis nach China reise. Ansonsten ist das hier immer noch ein Fußballspiel", sagt sie.

Krahn überzeugte mit ihrer Leistung gegen England auch ihre Mitspielerinnen. "Das hat gut geklappt mit Annike, die Abstimmung hat von Beginn an gestimmt", meinte Außenverteidigerin Linda Bresonik. Zudem sorgte Krahn mit einem Kopfball nach fünf Minuten für die erste deutsche Chance im Spiel. Ihre Offensivqualitäten hält die Sportstudentin aber für begrenzt und sich selbst für eine Spezialistin in der Innenverteidigung. "International kommt für mich keine andere Position in Frage", meint Krahn.

Mit ihren 22 Jahren kann sie bereits auf die Erfahrung von 26 Länderspielen zurückgreifen. Außerdem gehörte sie wie drei weitere Frauen im Kader zu der U19-Auswahl, die vor drei Jahren in Thailand Weltmeister wurde. Schüchternheit in der A-Nationalmannschaft hat Annike Krahn lange schon abgelegt. Gerade heraus, sagt sie, was sie denkt. Gerne lautstark greift sie ins Spiel ein: "Ich bin ein Typ, der auf dem Platz viel redet."

© SID

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