Fußball WM
Kunst aus Ecuador präsentiert sich im Ruhrgebiet

Während der WM in Deutschland wird Gelsenkirchen Kunst aus Ecuador bewundern können. Die Bilder des herausragendsten Malers Lateinamerikas, Oswaldo Guayasamin, werden erstmals nach 15 Jahren wieder in Europa gezeigt.

Der Spielort Gelsenkirchen versprüht zur Weltmeisterschaft ein internationales Flair. Mit einem hochkarätigen Kunst- und Kulturprogramm präsentiert sich Teilnehmerland Ecuador während der WM in Deutschland.

Gelsenkirchen sieht Kunst aus Ecuador

Am 8. Juni 2006, einen Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica in München (18.00 Uhr) und dem drei Stunden später stattfindenden Spiel der Gruppe A zwischen Ecuador und Polen in Gelsenkirchen, eröffnet Staatspräsident Alfredo Palacio eine Ausstellung des Malers Oswaldo Guayasamin, der als einer der herausragendsten Künstler Lateinamerikas gilt. Dies kündigten der ecuadorianische Botschafter S.E. Horcio Sevilla-Borja, Honorarkonsul Michael Wirtz und Oberbürgermeister Frank Baranowski im Gelsenkirchener Schloss Horst an.

"Beim Neujahrsempfang im Januar war ich das erste Mal in Gelsenkirchen zu Gast. Die großartige Infrastruktur der Stadt hat mir Mut gemacht, dem Oberbürgermeister diesen verrückten Vorschlag zu machen", sagte Sevilla-Borja und fügte hinzu: "Für Gelsenkirchen ist das eine außergewöhnliche Gelegenheit, die vielfältige Kultur unseres Landes kennen zu lernen. Ich hoffe, dass wir mit diesem Programm die Bewerbung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010 unterstützen können."

Neben der Ausstellung des Expressionisten Guayasamin, dessen letzte Werkschau in Europa vor 15 Jahren in Paris zu sehen war und dessen Bilder im Herbst auch in Berlin ausgestellt werden, gehören ein Konzert des weltbekannten Pianisten Boris Cepeda (5. Juni im Schloss Horst), ein Auftritt des Orquesta de Instrumentos Andinos (8. Juni) sowie des folkloristischen Balletts Jacchiga (9. Juni, beide im Musiktheater im Revier) zur Präsentation des südamerikanischen Landes in Gelsenkirchen.

Um nicht allein auf dem kulturellen Sektor zu punkten, setzt Sevilla-Borja aber gleichzeitig auf ein gutes sportliches Abschneiden des Dritten der WM-Qualifikation in Südamerika. "Ich hoffe, dass wir mit Deutschland in die zweite Runde einziehen werden", sagte Sevilla-Borja, der zudem den Austausch zwischen dem Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und den Vereinen in seinem Heimatland fördern möchte. Deutschland und Ecuador treffen am 20. Juni (16.00 Uhr) im WM-Gruppenspiel in Berlin aufeinander.

Botschafter wüscht sich Tore durch Delgado

"Als ich das Stadion, in dem unsere Nationalmannschaft am 9. Juni gegen Polen spielen wird, gesehen habe, war ich schon sehr berührt. Mein Traum wäre es, wenn ein ecuadorianischer Spieler bei Schalke 04 spielen würde. Unsere Nummer zehn, Agustin Delgado, wäre so ein Kandidat. Der könnte auch gegen Oliver Kahn im Duell mit Deutschland ein Tor schießen", meinte der Botschafter aus dem Andenstaat.

© SID

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