Fußball WM
Leipzig hält Freitag die Fußball-Welt in Atem

Am Freitag wird in Leipzig das letzte Geheimnis im Zuge der WM-Vorbereitungen gelüftet. Zwischen 21.20 und 21.50 Uhr werden im Rahmen einer großen Show die acht Endrunden-Gruppen von prominenten Paten ausgelost.

Am kommenden Freitag hält zumindest die Fußball-Welt für einen Moment den Atem an: Wenn in der halben Stunde zwischen 21.20 und 21.50 Uhr in Leipzig die acht Endrunden-Gruppen der Weltmeisterschaft 2006 von prominenten Paten ausgelost werden, dann schauen voraussichtlich 320 Mill. TV-Zuschauer in der ganzen Welt dem Spektakel in der Halle 1 der Neuen Leipziger Messe zu. Die Nationalcoaches der 32 WM-Teilnehmer, an der Spitze natürlich Bundestrainer Jürgen Klinsmann, warten vor Ort gespannt darauf, welche Vorrunden-Gegner ihre Teams während der WM-Endrunde (9. Juni bis 9. Juli 2006) erhalten.

Blatter: "Die Welt blickt nach Leipzig"

"Die ganze Welt wird nach Leipzig blicken", erklärte Joseph S. Blatter, Präsident des Weltverbandes Fifa, und unterstrich die Bedeutung des Großereignisses in der sächsischen Metropole genau 182 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel in München. Das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" steht gleichzeitig auf dem Prüfstand, will Deutschland schon beim "final draw" einen atmosphärischen Vorgeschmack für die zweite WM nach 1974 auf deutschem Boden geben.

Die deutsche Politik wird unter anderem durch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel repräsentiert, insgesamt 4 000 Gäste, darunter 500 Repräsentanten der Fifa und der für die Endrunde qualifizierten Nationalverbände, und 1 200 Medienvertreter verleihen der Veranstaltung den entsprechenden Rahmen. 145 Länder übertragen die 90-minütige Gala (ab 20.15 Uhr/live in der ARD), die von Top-Model Heidi Klum und Reinhold Beckmann moderiert wird.

Die sechs Fußball-Konföderationen der Fifa stellen jeweils einen oder zwei prominente Paten, die bei der von Fifa-Kommunikationsdirektor Markus Siegler geleiteten Zeremonie jeweils als Glücksfee fungieren. Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, Kapitän der deutschen Weltmeister-Elf von 1990 in Italien, ist einer der Paten. Das Exekutivkomitee des Weltverbandes wird allerdings erst auf seinen Sitzungen am 6./7. Dezember in Leipzig endgültig über die Zusammenstellung der vier Lostöpfe a acht Mannschaften entscheiden.

Ausschlaggebend ist das Abschneiden bei den vergangenen drei WM-Turnieren (2002, 1998 und 1994) sowie in den letzten drei Jahren in den Fifa-Weltranglisten. Sicher ist, dass Weltmeister Brasilien (F1) und der dreimalige WM-Champion Deutschland (A1) gesetzt werden. Die Klinsmann-Truppe wird ihre Vorrundenspiele in München (9. Juni/Eröffnungspiel gegen A2), in Dortmund (14. Juni/gegen A3) und in Berlin (20. Juni/gegen A4) bestreiten.

Beckenbauer: "Keine leichten Gegner"

"Es gibt eh keine leichten Gegner mehr. Es gibt nur besonders schwere. Aber auch wenn man die erwischt, ist es kein Drama", sagte WM-OK-Präsident Franz Beckenbauer der Bild am Sonntag. Klinsmann führte im Interview der Leipziger Volkszeitung aus: "Wir dürfen nicht schon vorab damit hadern, dass wir unter Umständen schwierige Gegner haben. Wir wollen im Juni gut ins Turnier starten und als Mannschaft des Gastgebers die Euphorie nutzen."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%