Fußball WM
Löw: "Ich brauche mehrere Leader"

"Capitano" Michael Ballack soll künftig nicht mehr der alleinige Chef im DFB-Team sein. "Die Verantwortung muss auf viele Schultern verteilt werden", so Bundestrainer Joachim Löw.

Joachim Löw gesteht seinem Kapitän Michael Ballack offensichtlich keinen Sonderstatus mehr zu. "Ich brauche mehrere Leader, das habe ich immer gesagt. Einer allein ist zu wenig. Gerade wenn es auf dem Platz mal nicht so gut läuft, muss die Verantwortung auf viele Schultern verteilt werden", sagte der Bundestrainer beim Treffpunkt der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag in Düsseldorf, wo sich der Vize-Europameister auf die kommenden WM-Qualifikationsspiele am Samstag in Dortmund gegen Russland (20.45 Uhr/live in der ARD) und vier Tage später in Mönchengladbach gegen Wales (20.45 Uhr/live im ZDF) vorbereitet.

Erster Einsatz nach der EM

Der Bundestrainer, der in den ersten drei Länderspielen der DFB-Auswahl in dieser Saison gegen Belgien, Liechtenstein und Finnland auf seinen Kapitän verzichten musste, bezeichnete den England-Legionär vom FC Chelsea allerdings auch als enorm wichtig für das Team.

Der Bundestrainer betonte vor der ersten Trainingseinheit der DFB-Auswahl am Dienstagnachmittag im Rahmen des Fantages "DFB hautnah" vor rund 40 000 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena, dass für ihn der seit dem EM-Finale schwelende Konflikt zwischen Ballack und Teammanager Oliver Bierhoff beendet sei. "Ich habe nach den Länderspielen gegen Finnland mit Bierhoff und Ballack gesprochen und deutlich gemacht, dass ich das Thema abhaken möchte und es auf keinen Fall in der Vorbereitung auf Russland haben will. Das ist auch passiert."

Bierhoff: "Ballack ist nicht alleine Vize-Europameister geworden"

Dass der Manager und Ballack nach wie vor ein gespanntes Verhältnis haben, machte Bierhoff bei seiner Ankunft in der NRW-Landeshauptstadt aber deutlich. "Ballack ist nicht alleine Vize-Europameister geworden, da gehört eine Mannschaft dazu", konterte der frühere DFB-Kapitän eine Aussage von Ballack. Der 32-Jährige hatte zuvor erklärt, dass er seinen Führungsstil nicht ändern werde, zumal er durch den zweiten Platz bei der EM in Österreich und der Schweiz in seiner Arbeit bestätigt worden sei.

Löw wollte dem Thema aber keine große Bedeutung mehr beimessen: "Ich denke trotzdem, dass eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit gefunden ist."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%