Fußball WM
Löw startet nach Länderspiel mit WM-Planung

Der Trainerstab der deutschen Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw wird nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste mit den Vorbereitungen auf die WM in Südafrika beginnen.

Nach seinen schwierigsten Wochen als Bundestrainer muss Joachim Löw im Anschluss an das letzte Länderspiel des Jahres gegen die Elfenbeinküste am heutigen Mittwoch in die direkten Planungen für die WM 2010 in Südafrika einsteigen. Mit der geplanten Reise zur WM-Gruppenauslosung nach Kapstadt (4. Dezember) beginnt für Löw bereits die unmittelbare Vorbereitung auf die erste Weltmeisterschaft auf dem "Schwarzen Kontinent". Bis dahin will die Führung der Nationalmannschaft auch den tragischen Tod von Nationalkeeper Robert Enke aufgearbeitet haben.

Eine Arbeitsgruppe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird bereits am 30. November in Richtung Südafrika aufbrechen, um sich vor allem auch ein Bild von den Bauarbeiten im WM-Quartier Velmore Grande zu machen. Diese sind bereits seit Wochen in vollem Gange. So wird die Hotel-Kapelle zum Fitnessraum umfunktioniert. Aktuell entsteht zudem dort ein Trainingsplatz mit Flutlichtmasten.

"Bisher ist dort nur Holperrasen"

"Bisher ist dort nur Holperrasen. Aber ich bin mir sicher, dass wir während der WM in unserem Quartier optimale Bedingungen vorfinden werden", sagte Bundestrainer Löw, der während des Confed-Cups zum ersten Mal in seinem Leben nach Südafrika gereist war und sich dabei einen guten Überblick über die schwierigen Bedingungen am Kap der guten Hoffnung machen konnte.

Auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ist der festen Überzeugung, dass das DFB-Quartier in der südafrikanischen Provinz Gauteng der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beste Bedingungen bietet. "Es ist optimal für unser Anforderungsprofil. Das trockene Klima in der Gauteng-Region hat die Entscheidung für diese Gegend gegeben. Innerhalb der Gauteng-Region bietet uns dieses Hotel genug Platz für Fitnessbereich, Medien und all die anderen Erfordernisse. Viele andere Hotels waren zu klein oder hatten schlichtweg schlechte Trainingsbedingungen", erklärte der frühere Kapitän.

Bierhoff will Hochkaräter als Testspielgegner

Nach der Auslosung der WM-Gruppen wird Bierhoff gemeinsam mit Löw und DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach dann sofort die Vertragsgespräche mit möglichen Testgegnern angehen. Nachdem zuletzt weder die Spieler noch die Fans mit den Testspielen der deutschen Nationalmannschaft zufrieden waren, will Bierhoff in Zukunft vor allem Hochkaräter ansprechen. Ein Spitzenteam hat Bierhoff bereits an der Angel: Im März 2010 trifft die DFB-Auswahl auf WM-Mitfavorit Argentinien.

"Wir wollen in Zukunft die wenigen freien Testspiel-Termine mit Topgegnern besetzen. Wir spielen im März gegen Argentinien, haben aber auch mit Frankreich, Spanien und England gesprochen", sagte Bierhoff, der aber zunächst die Auslosung in Kapstadt abwarten muss, ehe die Verträge unterschrieben werden können.

Leistungstest Ende Januar

Zu Beginn des neuen Jahres wird Löw seine Mannschaft am 26. und 27. Januar zu einem Leistungstest einladen. Ein zusätzlicher Lehrgang soll vom 12. bis zum 14. April stattfinden. Festgelegt haben sich Bierhoff und Bundestrainer Löw zudem, dass es nach Abschluss der Bundesliga-Saison im Mai 2010 wie bereits vor der Euro 2008 ein Regenerations-Trainingslager mit den Freundinnen, Frauen und Kindern der Nationalspieler geben wird. Ziel wird entweder Mallorca oder Sardinien sein. Danach schließen sich noch mindestens zwei Testspiele und ein Trainingslager in der Schweiz oder Österreich an.

Danach geht es für den dreimaligen Welt- und Europameister auf direktem Weg zur WM 2010 nach Südafrika. Zuvor muss der Verband noch eine Entscheidung über die Sicherheitsvorkehrungen treffen. Zwar war es während des Confed-Cups in Südafrika weitgehend ruhig geblieben, doch frei bewegen können sich die Nationalspieler an spielfreien Tagen in der Provinz Gauteng wohl dennoch nicht. Da droht der Lagerkoller. "So schön Südafrika auch ist, das wird ein zentrales Thema. Man kann sich in diesem Land nicht überall bewegen, es werden Einschränkungen auf uns zukommen", sagte Löw.

© SID

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